
Von Marcus Diehl › Ein Drittel der Saison 2026/27 ist absolviert. Zeit einmal zu hinterfragen, wie es TSG Pfeddersheim, SV Gimbsheim und VfR Wormatia Worms II bisher ergangen ist.
Schwer ins Rollen kam bisher die TSG Pfeddersheim. Der Kader wurde im Sommer stark verändert. Was nicht berechenbar war, sind die zwei Abgänge, die so nicht eingeplant waren. Zu Beginn der Vorbereitung verlegte Marcel Öhler seinen Lebensmittelpunkt nach Westfalen. Kurz vor der Wechselfrist wechselte der langjährige Stammkeeper Leon Guth nach Steinbach. Zwei stabile Säulen sind damit weggebrochen, was aber den schlechten Start nicht erklärbar macht. Trainer Pietro Berrafato hierzu: „Wir haben uns alle mehr erwartet. Die Punkteausbeute ist unterdurchschnittlich.“ Der Höhepunkt der Negativserie war die 0:10 Heimniederlage gegen die Wormatia II. Ein Ergebnis, das für den Verein nicht angemessen ist. Die durchwachsene Vorbereitung mit dem frühen Aus im Verbandspokal zeigte ihre Wirkung. „Die Glücksgefühle fehlten. „Wir hatten einfach keine Erfolgserlebnisse. Damit hatte mein Team zu knabbern“, analysierte der Coach.
Das Toreschießen war an den ersten sieben Spieltagen das große Problem. Lediglich sechs Treffer sind natürlich zu wenig. Mit 9 Toren an den letzten beiden Spieltagen wurde es schon besser. Die Leistung beim 5:1-Erfolg gegen Marienborn II sollte der Gradmesser für das Team sein. Daran gilt es in jedem Spiel anzuknüpfen. Für Pietro Berrafato ist sein Team auch dazu imstande. „Das Team ist intakt, es arbeitet hart im Training und tritt als Einheit auf. Wir haben tolle Charaktere dabei.“ Schwere Gegner kommen in der restlichen Vorrunde noch auf die TSG zu. Mit sieben Punkten steckt die TSG mitten im Abstiegskampf. Drei weitere Teams haben eine einstellige Anzahl von Punkten erzielen können. Die TSG steht also nicht alleine im Tabellenkeller.
Beim SV Gimbsheim sieht die Situation viel besser aus: Tabellenplatz fünf mit 19 Punkten. Dabei stellt sich die Frage, wo die Altrheiner stehen könnten, wenn sie gegen die Tabellenkinder ihre Partie gewonnen hätten? Unnötige Punkte wurden liegen gelassen. Bei zwei der drei Niederlagen kam man erst durch Platzverweise auf die Verliererstraße.
„Natürlich müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen. Trotzdem fühlt sich die Saison bisher gut an,“ so Trainer Steven Jones. Die Entwicklung und der kleine Umbruch im Team zeigen positive Aspekte. Die Neuzugänge wurden gut integriert und bringen eine neue Dynamik in das Team. In der Breite ist Gimbsheim besser aufgestellt als in den letzten Jahren. So lange wie möglich, möchte der Coach sein Team im oberen Tabellendrittel sehen. Die Spannung sollte recht lange hochgehalten werden.
Im Rennen um den Relegationsplatz sieht er sechs weitere Teams. Für ganz oben dürfte Spitzenreiter FC Speyer schwer in Bedrängnis zu bringen sein. Dazu Steven Jones: „Die haben eine Top-Mannschaft.“ Positiv sieht er das Engagement seiner Mannschaft. Sie marschiere bis zum Abpfiff, auch von der Bank kämen neue Impulse.
Es ist für jeden Gegner unangenehm gegen die Altrheiner zu spielen, nur der Ertrag stimmt nicht. „Für den großen Aufwand machen wir zu wenige Tore.“ Die Höhepunkte warten noch auf sein Team. Es muss noch nach Speyer und an Allerheiligen kommt die Wormatia.
Punktgleich mit Gimbsheim steht die Wormatia II mit einem Spiel weniger auf Tabellenplatz vier. Die Entscheidung über die Wertung der abgebrochenen Partie in Kirchheimbolanden steht noch aus. Alle Heimspiele wurden bisher gewonnen, was auch dem SV Gimbsheim gelungen ist.
In der Fremde kommen die Probleme. Vor allem die Niederlage bei Südwest Ludwigshafen ärgert Trainer Björn Weisenborn. „Die Art und Weise passte mir nicht. Wir waren viel zu zaghaft und haben sie agieren lassen.“ Ansonsten ist er sehr zufrieden, die Entwicklung stimme. In vielerlei Hinsicht hat die Wormatia einen großen Schritt gemacht. Weisenborns Jungs ziehen gut mit und in einigen Belangen haben sie sich verbessert. Auf jeden Fall werden sie um die ersten beiden Plätze ein enormes Wörtchen mitreden. Wenn Speyer weiterhin so performt, wird es für vorne ganz schwer werden. Am letzten Vorrundenspieltag kommt es Zuhause zum Spitzentreffen. Coach Weisenborn möchte weiter an der Konstanz arbeiten. Wenn das Team dies verinnerlichen kann – ist mit der Wormatia II in dieser Saison zu rechnen.