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  • Di., 08. Mai 2018, 15:56 Uhr
    SPD-Innenstadtausschussmitglieder bitten um Vorstellung des Innenstadtkonzeptes / Nächste Sitzung des Innenstadtausschusses am 12. Juni

    Wohin geht es mit der Wormser Fußgängerzone?

    Im Innenstadtausschuss möchten dessen SPD-Mitglieder über bestehende Konzepte zur Zukunft der Fußgängerzone informiert werden.


    Wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie vor allem der Online-Handel haben dazu geführt, dass die Innenstädte in mittelgroßen Städten von erheblichen Veränderungen betroffen sind. Dabei stehen viele Städte vor großen Herausforderungen und müssen mit Negativtrends wie schwächelnden Warenhäusern, Schließungen von zahlreichen familiengeführten Boutiquen und Läden kämpfen.

    „In der Wormser Fußgängerzone, dies sieht man insbesondere in der Wilhelm-Leuschner-Straße ab dem Bahnhof, müssen wir aufpassen, nicht in eine Abwärtsspirale zu geraten. Eine langweilige und unattraktive Fußgängerzone wäre ein großer Fehler und ist nur schwer umzukehren“, begründet Innenstadtausschussmitglied Pavel Zolotarev (SPD) die jüngste Anfrage im Innenstadtausschuss.

    Gemeinsam mit seiner Fraktion bittet er deshalb die Verwaltung um eine Vorstellung des Innenstadtkonzepts in der kommenden Sitzung. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten interessieren sich vor allem für die Fragen, In welchem Rhythmus das Entwicklungskonzept für die Wormser Fußgängerzone evaluiert und aktualisiert wird, ob es eine Kooperationsstruktur zwischen den Gewerbetreibenden und der Stadtverwaltung gibt und welche Möglichkeiten Bürgerinnen und Bürger haben, sich an dem (Erarbeitungs-) Prozess für das Innenstadtkonzept zu beteiligen. Um die politischen Gestaltungsräume einschätzen zu können, möchten die Genossinnen und Genossen zudem erfahren, ob es Untersuchungen über die Handelsattraktivität der Wormser Innenstadt gibt.

    Andreas Sackreuther, Vorsitzender des Ortsvereins Worms-Mitte und Mitglied im Innenstadtausschuss, macht zudem auf möglichen Leerstand aufgrund der zu erwartenden Spielhallenschließungen ab 2021 aufmerksam: „Sollte es tatsächlich zu den denkbaren 28 Schließungen der Spielhallen im Innenstadtbereich kommen - diese Zahl geht aus der Antwort der Verwaltung auf unsere Anfrage hervor - könnten große Leerstände in zentraler Lage auch erhebliche Auswirkungen für die Attraktivität der Innenstadt bedeuten. Aus diesem Grund wäre es wichtig, die Problematik frühzeitig zu erkennen und die mögliche Entwicklung frühzeitig konzeptionell zu berücksichtigen.“

    Sackreuther und Zolotarev möchten bei ihrer Ratsarbeit auch interessierte Bürgerinnen und Bürger motivieren, sich bei der Entwicklung der Fußgängerzone zu beteiligen und die nächste Sitzung des Innenstadtausschusses am Dienstag, dem 12. Juni, zu besuchen. „Die Fußgängerzone hat eine herausragende Bedeutung für unsere Stadt. Sie ist ein Identifikationsort und bestimmt das Alltagsleben. Deshalb möchten wir im gesamtstädtischen Interesse Kräfte bündeln und das Motto mehr Visionen für die Wormser Innenstadt wagen,“ so die beiden Kommunalpolitiker abschließend.

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