
Ab in die Warteschleife. Samstagabend fühlten sich viele Wormser Tischtennis-Fans beim Spiel des Drittligisten TV Leiselheim am heimischen Trappenberg gegen den TTC Wohlbach so wie mancher Anrufer bei Service-Hotlines großer Telekommunikations- oder Computer-Firmen. Warten, warten, warten. Im Falle der Drittliga-Partie des TVL galt das Warten dem „großen Knalleffekt“ auf Seiten der Heimmannschaft. Wann würden Nico Stehle, Vladimir Anca, Sushmit Sriram und Medardas Stankevicius das Feuerwerk starten, dass sie in den Wochen vor Weihnachten 2017 und im Januar 2018 regelmäßig abbrannten? Es blieb aus. Der TVL unterlag den stark vom Abstieg bedrohten Oberfranken nach bescheidener Leistung deutlich mit 2:6.
Der angestrebte Gang des letzten Schrittes in Richtung Klassenerhalt geriet für die Wormser mächtig ins Stocken. Leiselheims Trainer Christian Kaufhold fand schnell eine Erklärung für die empfindliche Niederlage: „Die Spieler des TTC Wohlbach waren heiß auf den Erfolg und unser Team kam in keiner Phase an die zuletzt gezeigten guten Leistungen heran.“ Ausnahme: das Doppel Sushmit Sriram und Medardas Stankevicius sowie Leiselheims Spitzenspieler Nico Stehle in seinem ersten Einzel. Aber selbst die 2:1-Führung gab den Gastgebern keine Sicherheit in ihrem Spiel. Der körperlich ob einer Grippe arg gehandicapte Vladimir Anca und Sushmit Sriram, dem die Reisestrapazen der Vorwoche zu den indischen Meisterschaften und geschwind zurück noch mächtig in den Knochen steckten, kamen nie an ihr normales Leistungsvermögen heran.
Die logische Folge: Der TTC Wohlbach zog ein Einzel nach dem anderen an Land und siegte ziemlich unangefochten mit 6:2. Für TVL-Topspieler Nico Stehle aber kein Beinbruch: „Unsere Spieler sind ja sehr jung und müssen noch so manche Erfahrung sammeln. Und außerdem ist TTC Wohlbach höher einzuschätzen, als es der Tabellenplatz der Oberfranken vermuten lässt.“ Erfahrungen sammelten der 17-jährige Medardas Stankevivius, der 19-jährige Vladimir Anca und der 25-jährige Sushmit Sriram reichlich gegen den Tabellenvorletzten vergangenen Samstagabend. Zwar keine guten, aber sicher bleibende Erfahrungen. Nämlich insbesondere jene, dass der TV Leiselheim nach der 2:6-Pleite gegen TTC Wohlbach noch lange nicht in der Wohlfühlzone der 3. Bundesliga Süd angelangt ist.