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  • Mi., 24. April 2013, 08:02 Uhr
    Gegen den abstiegsgefährdeten 1. FC Eschborn reichte es trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2: 2-Unentschieden / Aus Dreier-Heimserie wurden nur fünf Punkte geholt

    Wormaten ließen wieder zwei Punkte auf dem Tablett liegen

    Von Klaus Diehl Vielleicht sollte Trainer Stefan Emmerling seine Schützlinge einmal in einen Gangsterfilm einladen. Denn seinen Schützlingen fehlte gegen den Aufsteiger Eschborn einfach der Killerinstinkt und die positive Tor-Geilheit. Zudem verteilten die Wormaten bei der Entstehung der Gästetore regelrechte Geschenke.Dem abstiegsbedrohten Gast aus dem Hessenland zwei Punkte regelrecht zu schenken, war angesichts des selbst noch nicht gesicherten Klassenerhaltes geradezu sträflich.

    Für den gesperrten Marco Steil – er wurde schon als Turm in der Wormatia-Abwehr besonders nach der Pause vermisst – lief Kapitän Sandro Rösner wieder in der Innenverteidigung neben Benjamin Himmel auf. Ansonsten vertraute Chef-Coach Stefan Emmerling einmal mehr der gleichen Formation wie in den letzten beiden Spielen. Dies schien sich auch in den ersten 45 Minuten positiv auszuzahlen und hätte zur Pause auch einen deutlicheren Vorsprung als das 1:0 durch Romas Dressler in der 26. Minute verdient gehabt.

    Ein wahrlich sehenswertes Tor in seiner Entstehung und Vollendung. Artur Krettek setzte sich auf der linken Außenbahn mit großem Einsatz gleich gegen zwei Eschborner durch, sein Abspiel fand Daniele Toche, der weiter lief und fast von der Torauslinie punktgenau zum am Fünfmeterpunkt völlig freistehenden Dressler spielte. Der Rest war Formsache. Formsache wäre auch eine deutlich höhere Pausenführung gewesen. Doch es war einmal mehr zum Verzweifeln, was sich schon durch den ganzen bisherigen Saisonverlauf wie zäher Gummi zieht. Ungenügend zweimal Kevin Wittke – hätte er nur einmal getroffen so wäre ihm an diesem Tag die Note eins sicher gewesen – und einmal Alper Akcam vergaben ohne die nötige Durchschlagskraft und den fehlenden Mut zum Risiko.

    Damit kann man auch einen Gegner wie Eschborn für die zweiten 45 Minuten aufbauen. Der Ex-Nullfünfer Sandro Schwarz und jetzige Eschborner Coach änderte in der Pause sein taktisches Konzept, was er auf seine Kappe nahm, nachdem seine Schützlinge damit überfordert schienen. Die Gäste agierten nun aggressiver. Ein zusätzlicher Rückschlag war der Ausgleich der Gäste in der 51. Minute, als nach einem weit geschlagenen Freistoß vor das Wormatia-Tor kein Wormser die Übersicht besaß, den folgenden Kopfball eines Eschborner Spielers zu entschärfen und in dem ganzen wahrlich wenig souveränen Durcheinander Velibor Velemir das runde Spielgerät im Wormatia-Tor unterbringen konnte.

    Glück, dass nur drei Minuten später die Gäste gar die Chance zur möglichen Führung nicht nutzen konnten. Geradezu als fahrlässig zu bezeichnen ist die 62. Minute, als erneut Kevin Wittke vom eingewechselten Scipon Bektasi freistehend am langen Eck bedient den Ball statt in das Tor zu jagen ein wenig gekonntes Abspiel bevorzugte. Nur 60 Sekunden später brachte Scipon Bektasi die Wormaten mit einem Foulelfmeter wieder in Führung. Schiedsrichter Benedikt Kempkes aus Urmitz zeigte nach einem Zusammenprall des frei auf das Tor zueilenden Bektasi mit Gäste-Torhüter Onay Onur Sen sofort auf den Punkt.

    Dies führte zu heftigen Protesten der Gäste und ihres Trainers Sandro Schwarz, der sich auch bei der Pressekonferenz über diesen aus seiner Sicht aus mehr als 60 Metern Entfernung unberechtigten Strafstoß aufregte. Dafür ärgerte sich nur fünf Minuten später der nach dem Schlusspfiff sichtlich enttäuschte Wormatia-Trainer Stefan Emmerling über den Ausgleich zum 2:2.

    Da kamen die Gäste wie das blinde Huhn, das auch ein Korn findet, mit einem wahrlich großzügigen Geschenk zum 2:2. Ausgangspunkt war Wormatia-Keeper Kevin Knödler, dessen schneller Abwurf zu Scipon Bektasi etwas verunglückte, sodass der Ball sofort wieder in den Wormatia-Strafraum zurückkam. Durch erneut kollektives Fehlverhalten kam der Eschborner Zahit Findik an den Ball, dessen Schuss haltbar schien, Kevin Knödler aber durch die Hände gleiten ließ. Da waren noch 22 Minuten zu spielen und damit auch noch genügend Zeit, die Zügel noch einmal anzuziehen. Doch außer einem Krettek-Freistoß, der knapp am rechten Tor vorbeiging, hatten die Wormaten keine gefährlichen Pfeile mehr im Köcher. Einfach enttäuschend und das bei 2021 Zuschauern, darunter viele Jungs und Mädchen, die aus der Freikarten-Aktion des VfR Wormatia den Weg in die EWR-Arena gefunden hatten.

    Schienen die ersten 45 Minuten noch positiven Eindruck auf die Zuschauer gemacht zu haben, so wischte dies die zweite Halbzeit deutlich hinweg. Wie sagte der neun Jahre alte Daniel und Fußball-Torjäger seiner E-Junioren-Mannschaft nach dem Schlusspfiff: „Warum schießen die Wormatia-Spieler so wenig auf das Tor, haben die das nicht gelernt?“

    Für den VfR Wormatia spielten: Kevin Knödler (Tor), Christoph Böcher, Sandro Rösner, Benjamin Himmel, Artur Krettek, Kevin Wittke, Eugen Gopko, Marcel Abele, Daniele Toch (58. Scipon Bektasi), Alper Akcam und Romas Dressler.

    BU: Die Szene zeigt die Entscheidung des Schiedsrichters auf Elfmeter für den VfR Wormatia. Mag ein jeder für sich ergründen, ob dieser Strafstoß berechtigt war oder nicht. Wenn sich ein Torhüter ohne Rücksicht und Füße voraus so aggressiv dem Spieler entgegen wirft und auch den Ball wohl kaum getroffen hat, so darf er sich nicht wundern, bestraft zu werden. Der Schiedsrichter beließ es bei der gelben Karte als persönliche Bestrafung für den Torhüter. Foto: Klaus Diehl
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