
Von Marcus Diehl › Zwei Siege durch Gimbsheim und Wormatia II, zwei Niederlagen für Pfeddersheim und Neuhausen sind eine durchwachsene Bilanz der Wormser Mannschaften. Die Altrheiner bleiben weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Wormatia beendet ihre Niederlagenserie. Pfeddersheim bleibt im Tabellenkeller und Neuhausen verliert ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel.
Für den gesperrten Interimscoach Manuel Wöllner übernahm Björn Miehe das Kommando an der Linie. Dazu fehlte Abwehrchef Fabian Herchenhan. Für ihn ein schöner Grund, denn er strebte Vaterfreude entgegen. Es war beileibe kein Spiel für Fußballästhetiker. Das ist in der Lage, in der sich die TSG befindet, auch nicht angemessen. Was beide Teams in der ersten Hälfte ablieferten, war teilweise unterirdisch. Die TSG war gewillt, konnte aber nicht. Die Gäste wollten nicht. Ein paar harmlose Abschüsse der TSG. Für die Gäste eine gefährliche Situation, als sich Finn Cleres in einem Zweikampf abkochen ließ, aber den Schuss letztendlich noch abblocken konnte.
Nach der Pause war die TSG dann aber voll im Spiel. Doch zwanzig starke Minuten sind halt zu wenig. Vor allem, wenn die Hundertprozentigen vertan werden. Unvermögen und Pech wechselten sich ab. Nach einer schönen Einzelleistung traf Moritz Maurer nur die Latte. Nach einer mustergültigen Hereingabe traf Lazar Ilic nur den Pfosten – zweimal kein Glück gehabt. Zu lange brauchte Dennis Renner, den Ball unter Kontrolle zu bringen – Chance vertan. Nicht konsequent auf den Ball ging Lazar Ilic – Chance vertan.
Wenn sich die TSG aus dem Sumpf ziehen möchte, müssen solche Chancen verwertet werden. Die Gäste zeigten, wie es geht. Erster guter Angriff in der zweiten Hälfte, flache Hereingabe, und Ronny Krause schob zur Führung ein. Doch die TSG antwortete, indem Artur Reich per Bogenlampe für den Ausgleich sorgte. Ein Tor, das eigentlich Auftrieb hätte geben sollen. Doch plötzlich wackelte die zuvor gut stehende Defensive; sie lud die Gäste förmlich zum Sieg ein. Bei seiner dritten Chance traf Salvatore Saito mit dem Schlusspfiff zum Auswärtssieg. Wieder ein enttäuschendes Ergebnis.
Die Fragomeli-Brüder sorgten für den nächsten Heimsieg. Nach 13 Minuten traf Piero Fragomeli zur wichtigen und beruhigenden Führung. Nach einer Stunde Spielzeit kam es zum Wechsel – Adriano kam für Piero ins Spiel. Kurze Zeit später traf er zur Entscheidung. Drei hart erkämpfte Punkte, denn der Gast zeigte sich als starkes Team.
Befreiungsschlag für den VfR. Nach vier Niederlagen endlich wieder drei Punkte und das nicht einmal unverdient. Vor allem in der ersten Hälfte waren sie das bessere Team. Doch erst drei Minuten vor dem Ende traf Justin Tamon mit einem direkt verwandelten Freistoß zum goldenen Treffer.
Kann Neuhausen nur Derby? Denn im Kellerduell wäre zumindest ein Punkt enorm wichtig gewesen. So feierten die Gastgeber ihren ersten Saisonsieg. Das Team von Trainer Franz Graber musste auf wichtige Säulen verzichten. Trotzdem hatte er nach dem Schlusspfiff nicht viel lobende Worte für sein Team. In der 80. Minute kam sein Team auf die Verliererstraße. Der Wille und die Gier, wie bei den Derbys, muss der TuS in jedem Spiel an den Tag legen. Sonst haben es die Spieler in dieser Liga sehr schwer.