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  • Mo., 09. September 2019, 18:42 Uhr
    Uwe Merz und Leon Giegerich: „Qualität und Zukunftsfähigkeit von Arbeitsplätzen in Logistikbranche muss erhalten bleiben“

    Worms als „logistische Drehscheibe in der Region“

    Von links: Uwe Merz, Michael Suden, Leon Giegerich.


    Fast 3900 Beschäftigte arbeiten inzwischen in Wormser Logistikunternehmen. Nicht zuletzt aus diesem Grund gilt die Logistikbranche zu den größten und gleichzeitig wichtigsten Arbeitgebern der Nibelungenstadt. Auf Einladung des Geschäftsführers Michael Suden, Managing Director FIEGE Industry, besuchten nun Neuhausens Ortsvorsteher Uwe Merz und Stadtratsmitglied Leon Giegerich (beide SPD) das Wormser Logistikzentrum in der Mittelrheinstraße in Rheindürkheim, um sich vor Ort über die aktuellen Ausbildungs- und Beschäftigungszahlen zu informieren. Dabei wurden auch kritische Themen nicht ausgeklammert. „Mit über 65 Azubis pro Jahr in sechs verschiedenen Ausbildungsgängen und knapp 900 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen leistet die Firma Fiege einen erheblichen Beitrag zur positiven Entwicklung des hiesigen Arbeitsmarktes,“ hoben Uwe Merz und Leon Giegerich den Stellenwert des Logistikdienstleisters hervor. Auch das soziale Engagement der Josef-Fiege-Stiftung und die erfolgreiche Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Hochschule in Form eines dualen Studiengangs im Fachbereich Internationales Logistikmanagement seien ein echter Zugewinn für den Wormser Wirtschaftsstandort. Dieser überzeuge neben seiner zentralen Lage zwischen den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar insbesondere durch begünstigende Verkehrswege auf Straße, Schienen und Wasser, so Suden. Gerade im Hinblick auf das 2003 etablierte und in 2014 mit einem Investitionsvolumen von rund 45 Millionen Euro auf 80.000 Quadratmeter Hallenfläche erweiterte FIEGE- Bosch-Hochregallager am Fiege-Standort in der Mittelrheinstraße, zähle Worms mittlerweile zu einer „logistischen Drehscheibe in der Region.“

    Leiharbeitsverträge diskutiert

    Wenngleich die Anzahl der gemeldeten Leih- und Zeitarbeitsstellen auf dem Wormser Arbeitsmarkt konjunkturbedingt aktuell stark rückläufig sei, komme man momentan insbesondere bei Auftragsspitzen nicht ohne diese Anstellungsverhältnisse aus, erklärt Geschäftsführer Suden mit Blick auf knapp 20 Prozent Beschäftigte. Zuvor hatten sich Merz und Giegerich nachdrücklich für faire Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung ausgesprochen: „Es ist legitim, wenn Arbeitsspitzen und Krankheitsfälle in einem Unternehmen temporär durch Leiharbeitsverträge abgedeckt werden. Diese dürfen aber keine Standardalternative zur Festanstellung in der Stammbelegschaft sein, denn sie bieten den Angestellten keine verlässliche Planungssicherheit für eine gesunde Lebensgrundlage.“ Handlungsbedarf sehen Merz und Giegerich auch im Hinblick auf den stetig zunehmenden internationalen Konkurrenzdruck auf Logistikunternehmen: „Die Logistikbranche in Worms wird ein integraler Bestandteil des lokalen Arbeitsmarktes bleiben. Daher müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Qualität und Zukunftsfähigkeit dieser Arbeitsplätze erhalten bleibt.“

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