Di., 30. April 2013, 08:09 Uhr
LINKE: 24 Prozent der Beschäftigten in Worms arbeiten zu Niedriglöhnen / Mindestlohn von 10 Euro gefordert
Worms als Mekka des Niedriglohns?
„Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte in Worms mit Niedriglöhnen abgespeist werden. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde ist längst überfällig“, erklärt Sebastian Knopf, Kreisvorstandssprecher der LINKEN Alzey-Worms.
Laut einer Anfrage der Fraktion der LINKEN im Bundestag bei der Bundesagentur für Arbeit liegt in Worms der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die lediglich einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 1.802 Euro erhalten, bei 24,1 Prozent. Das sind in 4939 vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
In Anbetracht dieser Zahlen fordert Knopf: „Die Ausbreitung von Niedriglöhnen muss endlich gestoppt werden. Ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch die Steuerzahler würden entlastet.“ In Worms bekommen 761 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Hartz IV-Leistungen, weil in der Regel ihr Lohn nicht zum Leben reicht“, so Knopf weiter.
DIE LINKE unterstützt auch die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai dieses Jahres nach neuen Regelungen für gute Arbeit. Insbesondere den Beschäftigten im Einzelhandel versicherte DIE LINKE ihre Solidarität und praktische Unterstützung in den kommenden Wochen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer kämpfen im Einzelhandel zurzeit für eine Erhöhung der Löhne und wollen die Angriffe der Arbeitgeber auf bestehende Regelungen zu Urlaub, Arbeitszeit und Zuschläge abwehren.
Die Wormser LINKE ruft zur Teilnahme an der 1. Mai-Veranstaltung des Forums für Soziale Gerechtigkeit auf dem Marktplatz auf. Beginn ist um 10 Uhr.