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  • Do., 14. April 2016, 20:24 Uhr
    Stadtrat beschließt zum Schuljahr 2017/18 die Einführung eines Wirtschaftsgymnasiums am Standort BIZ

    Worms bekommt ein Wirtschaftsgymnasium

    Das Wormser Wirtschaftsgymnasium wird in den Räumen der Berufsbildenden Schule Wirtschaft (BBSW) am BIZ beheimatet sein. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Der Wormser Stadtrat hat am Mittwoch mit großer Mehrheit die Einführung eines Wirtschaftsgymnasiums zum Schuljahr 2017/18 beschlossen. Fast alle Fraktionen stimmten dafür, nur die Grünen enthielten sich mit fünf Stimmen. Das Wormser Wirtschaftsgymnasium soll mit zwei Parallelklassen beginnen. Insgesamt sind dies mindestens 50 Schüler. Der Standort ist im BIZ in den Räumen der Berufsbildenden Schule Wirtschaft (BBSW).

    Beginn ab Klassenstufe 11

    Schuldezernent Waldemar Herder stellte im Stadtrat das Konzept des Wirtschaftsgymnasiums zunächst vor. Es wird die Klassenstufen 11, 12 und 13 umfassen. Die Voraussetzung um auf das Wirtschaftsgymnasium zu gehen sind entweder die Mittlere Reife oder das erfolgreiche Absolvieren der 10. Klasse eines Gymnasiums oder einer Integrierten Gesamtschule (IGS).

    Vielfalt des Bildungsstandortes Worms

    Mit dem Wirtschaftsgymnasium werde in der Wormser Bildungslandschaft eine Lücke geschlossen, so die überwiegende Meinung im Stadtrat. Waldemar Herder wies daraufhin, dass zurzeit rund 25 Schüler aus Worms ins Wirtschaftsgymnasium nach Mainz pendelten und 25 nach Ludwigshafen. Diese 50 Jungen und Mädchen wolle man zurück in die Nibelungenstadt holen.

    Konkurrenz zur IGS?

    Umstritten war im Stadtrat, ob das Wirtschaftsgymnasium eine Konkurrenz zur Integrierten Gesamtschule (IGS) in Horchheim werde. Richard Grünewald von den Grünen sah dies so. Einer der Gründe, warum die IGS nicht richtig ins Laufen käme, so Grünewald, seien die vielen Baumaßnahmen an den Gebäuden in Hochheim, die immer noch nicht abgeschlossen seien. So sollte die IGS als Schwerpunkt das Fach Sport haben. Die Sporthalle sei aber immer noch nicht fertig. Dadurch fehle der IGS ihr Markenkern. Weiter führte Richard Grünewald aus, dass es daher falsch sei, mit dem Wirtschaftsgymnasium jetzt eine weitere Konkurrenz zur IGS ins Rennen zu schicken.

    Timo Horst (SPD), Astrid Perl-Haag (FWG) und Dr. Jürgen Neureuther widersprachen dem und betonten die zukünftig größere Wahlmöglichkeit für Schüler in Worms.

    Ergänzung zur Hochschule

    Karlheinz Henkes (SPD) hob die Möglichkeiten der Verzahnung mit der Wormser Hochschule hervor, auch dort werde Wirtschaft gelehrt. Generell müsse man das neue Gymnasium als eine Stärkung des Bildungs- und Wirtschaftsstandortes Worms sehen.

    David Hilzendegen (Grüne) bereitete hingegen Sorge, dass durch das neue Wirtschaftsgymnasium zwei Bildungsgänge an den Berufsbildenden Schulen wegfallen würden. Die sei ein Verlust. Timo Horst erklärte dazu, dass nur ein ganz enges Zeitfenster bestehe, um solch ein Wirtschaftsgymnasium in die Nibelungenstadt zu holen. Zumal man zurzeit die Unterstützung der Ministerin habe. Greife man jetzt nicht zu, sei die Chance vertan, vielleicht für Jahre.

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