Di., 13.10.2026
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  • Rathaus Worms: Ausstellung mit Werken von Karin Ritzheimer im 2. OG vom 19. Oktober bis 19. November / Vernissage am 19. Oktober um 17 Uhr

    „WORMS.BILDER aus Vergangenheit und Gegenwart“

    Der letzte Bauernhof in der Innenstadt, Kleine Riesengasse 6. Ölfarbe auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2026.

    „WORMS.BILDER aus Vergangenheit und Gegenwart“ sind eine Hommage der Künstlerin Karin Ritzheimer an ihre Heimatstadt. Sie haben im Rathaus den idealen Ort zur Präsentation gefunden. Die Ausstellung beginnt mit der Vernisage am Montag, dem 19. Oktober, um 17 Uhr im 2. Obergeschoss und endet am 18. November. Die Öffnungszeiten des Rathauses sind montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr und freitags bis 12 Uhr. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Adolf Kessel bei der Vernissage führt Ulrike Schäfer in die Ausstellung ein, anschließend beantwortet die Künstlerin Fragen zur Arbeitsweise.

    Unzeitgemäß wirkende Relikte

    Karin Ritzheimer erforscht seit Jahren zeichnerisch und malerisch Architektur des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in Worms, zum Beispiel die großen Industriegebäude, die vernachlässigt, aufgegeben, fremd und unzeitgemäß in ihrer Umgebung wirken. Sie sind Relikte, die noch von der wirtschaftlichen Prosperität des 19. Jahrhunderts erzählen. 

    Die monumentalen, steinernen Fassaden trotzten lange dem Verfall, aber ihre Verletzlichkeit war offensichtlich. Schon während der aufwendigen, detailgenauen Dokumentation sind sie aus dem Stadtbild verschwunden, wie der Verbrauchermarkt auf dem Salamandergelände, die Alte Mälzerei oder das Bahndepot. 

    Zeichnerische und malerische Wiedergabe

    Von Dauer sind sie nur im Bild. Für Karin Ritzheimer ist das Mittel der Wahl die zeichnerische und malerische Wiedergabe. Der Arbeitsprozess von der Komposition bis zur Ausgestaltung der Details ist langwierig. Die Künstlerin erlernt die Baustruktur und Oberflächenbeschaffenheit vor Ort, aber auch von ihren Schnappschüssen, die sie zuhause als Gedächtnisstütze heranzieht. Eine fotografische Momentaufnahme strebt sie nicht an. Bei aller Realitätstreue steht eine verdichtete Zusammmenfassung, wobei der malerischen Oberfläche besondere Aufmerksamkeit gehört.

    Der Alte Schlachthof, mittlerweile das letzte Wahrzeichen dieser Epoche, ist mittlerweile denkmalgerecht saniert. Neben Industriebauten ist unter anderem der letzte Bauernhof in der Innenstadt zu sehen, dessen Schicksal noch ungewiss ist.

    Kontroverse Debatten

    Ein Rückblick in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg macht deutlich, dass Themen wie Abriss, Restaurierung, Umnutzung oder Neubau schon immer kontrovers diskutiert wurden. Ein Gebäude wie die Levy’sche Synagoge wurde nicht erhalten. Die Künstlerin versucht die schwindende Erinnerung in einem zeichnerischen Prozess aufzuzeigen. Die Festigkeit der Fassade, ganz brüchig und löchrig, zerfließt mit dem Hintergrund, nur in markanten Details bleibt eine Ahnung von dem einst schönen Gebäude.

    Veranstalter

    Kulturkoordination der Stadt Worms
    Telefon: 06241/853-1053
    E-Mail: kulturkoordination@worms.de
    Homepage: www.worms-erleben.de/erleben/erleben-und-feiern/kultur/kulturkoordination/

    Termin

    Mo., 19.10.2026 von 17:00 bis 19:00 Uhr

    Lokalität

    Rathaus WormsMarktplatz 267547 Worms

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