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  • Sa., 25. Juli 2015, 01:06 Uhr
    OB Michael Kissel stimmt beim Jahresempfang im Herrnsheimer Schloss auf Großereignisse und Herausforderungen ein

    »Worms fit machen und Willkommenskultur pflegen«

    Oberbürgermeister Michael Kissel hieß am Freitagabend beim Jahresempfang der Stadt zahlreiche Vertreter und Repräsentanten aus Kirche, Kommunen, Politik, Verbänden und Organisationen sowie der Wirtschaft im Herrnsheimer Schloss willkommen. Foto: Karolina Krüger


    VON STEFFEN HEUMANN Zum 10. Mal bot das Dalberger Schloss in Herrnsheim mit seiner Parkanlage die traumhafte Kulisse für den Jahresempfang der Stadt. Umso mehr freute sich Oberbürgermeister Michael Kissel über die Anerkennung des Areals als national wertvolles Kulturgut.

    „Es ist unsere Aufgabe, dieses kulturelle Erbe zu bewahren und zu pflegen”, erklärte Michael Kissel, dass ein Sanierungsvolumen in Höhe von 10 Millionen Euro geplant sei, wobei man auch auf Zuschüsse des Landes und des Bundes angewiesen sei. Auf dem Weg zum Weltkulturerbe als Schum-Stadt sei die Stadt ebenfalls einen Schritt weiter gekommen, fügte Kissel an, dass im November eine Geschäftsstelle des Schum-Vereins in Worms eröffnet werde.

    Neben den Planungen für die Themen Reformation und Martin Luther soll auch in das Städtische Museum investiert werden, um Stadtgeschichtliches in adäquater Form ausstellen und vermitteln zu können. „Wir stehen vor einem Neubeginn”, erläuterte OB Kissel mit Blick auf die Premiere der Nibelungen Festspiele unter der Intendanz von Nico Hofmann. „Ansprechendes Theater auf mehreren Meta-Ebenen, die fordern werden”, erläuterte der Stadtchef, dass es keine Suppe zum Löffeln, sondern Theater zum Kauen sein werde, dass dem Publikum gezeigt werde.

    Vorausblickend auf das Jahr 2018 freute sich Michael Kissel über den Zuschlag an Worms, den Rheinland-Pfalz-Tag nach 1986 ein weiteres Mal auszurichten. „Ein Ereignis, dass hunderttausende Menschen in die Stadt führt”, sieht Kissel darin eine Chance für die Stadt zu werben. Zugleich eine organisatorische Herausforderung, warb Michael Kissel bei den wirtschaftlichen Repräsentanten der Stadt um finanzielle Unterstützung. „Es gilt die Stadt für dieses Ereignis fit zu machen”, nahm der Stadtchef Bezug auf die Sanierung der innerörtlichen Baustellen.

    Die wichtigste und schwierigste Herausforderung bestünde jedoch darin, betonte Kissel, den Menschen, die auf der Flucht vor Elend und Krieg seien, Hilfe, Schutz und Fürsorge angedeihen zu lassen. „Die Würde des Menschen ist unantastbar”, zitierte Michael Kissel das Grundgesetz und distanzierte sich ausdrücklich von rassistischen und fremdenfeindlichen Äußerungen. Zu helfen sei eine humanitäre Pflicht, dankte Kissel ausdrücklich allen, die sich um Flüchtlinge kümmern und das als Gemeinschaftsaufgabe der Gesellschaft verstehen.

    Unter dem Motto „Gastfreundschaft” stehe auch das Jubiläum zur 200-Jahrfeier Rheinhessens. Nicht nur zur Stärkung der eigenen Identität, vielmehr auch um die rheinhessische Willkommenskultur zu pflegen. Menschen aus anderen Nationalitäten darin einzubeziehen, bezeichnete Oberbürgermeister Michael Kissel abschließend als großen Gewinn.



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