Laut umjubelte Premiere von „Kunst gegen Bares“ im LincolnTheater
Worms hat ein neues "Kapitalistenschwein"
Robert Alan, der Mann am Flügel, schaffte es, die Lincoln-Besucher allesamt für sich zu gewinnen. Foto: Vera Konersmann
Von Vera Konersmann. Gespannt warteten die Zuschauer am Donnerstagabend im LincolnTheater darauf, was auf sie zukommen würde. Bei „Kunst gegen Bares“ ist alles möglich und vieles erlaubt. Acht Künstler nutzten die Gelegenheit, sich auf der offenen Bühne in Worms zu präsentieren. Jeweils zehn Minuten hatten die Musiker, Tänzer und Comedians Zeit, um das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Die Bandbreite war groß- von lustig skurril, über musikalisch mitreißend bis hin zu nachdenklich poetisch - das Line up, das Moderator Jens Wienand für seine Worms-Premiere von „Kunst gegen Bares“ zusammen gepuzzelt hatte, hat überzeugt. Wienand, der bereits durch den „Poetry Slam“ und den „Liederslam“ in Worms bekannt ist, merkte man auch bei der Erstaufführung seines dritten Veranstaltungsformats die Leidenschaft und Begeisterung für das Moderieren an. Neben den acht Künstlern, sorgten ebenfalls seine Showeinlagen für ausgelassene Stimmung. Schließlich fiel es dem gut gemischten Publikum sichtlich schwer, welche der Schweine sie am Ende „füttern“ sollten, denn bei „Kunst gegen Bares“ kürt das Publikum den Sieger des Abends mit Geld. „Ihr seid großartig“, begeisterte sich Wienand für das Wormser Publikum. Stolze 445 Euro hatten die Anwesenden auf die acht Künstler-Sparschweine verteilt.
Auf den dritten Platz des Abends tanzte sich die Breakdance-Gruppe „Foes of Gravity“, die mit ihren akrobatischen Showeinlagen, mitreißenden Moves und coolen Beats einen besonderen Augenschmaus boten. Der Singer- und Songwriter Binyo, sang sich, ausgestattet mit seiner akustischen Gitarre und ausgefuchsten Texten, in so manches Herz und wurde dafür mit Platz 2 belohnt. Mit den vollsten Taschen jedoch verließ Robert Alan schließlich das LincolnTheater. Der Mann am Flügel schaffte es, die Lincoln-Besucher allesamt für sich zu gewinnen. Überzeugt von seinem Talent, rotzfrechen Sprüchen, komischen (aber oft leider wahren) Texten über das zwischenmenschliche Miteinander, aber vor allem von seiner Spontanität im Umgang mit „Musikwünschen“, füllten die Zuhörer seine Wutz. Ein verdienter Sieger!
„Wir kommen garantiert wieder“, freuten sich Britta und Tina am Ende des vielseitigen Abends im LincolnTheater. Ob es ihr Favorit war, der letztlich zum Kapitalistenschwein gekürt würde, wollten die beiden Wormserinnen jedoch nicht verraten. Unser Fazit kann daher nur lauten: Wer nicht dabei war, hat definitiv was verpasst! Aber keine Panik, der nächste „Kunst gegen Bares“-Abend steht am 2. April 2015 auf dem Programm in LincolnTheater.