So., 06.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 09. Dezember 2022, 12:30 Uhr
    KATASTROPHENSZENARIO: Zweiter bundesweiter Warntag / Stadt stellt Informationsbroschüre für Bürger vor

    „Worms ist für den Fall der Fälle gerüstet“

    Die Broschüre, die Ende des Jahres über den ebwo an alle Wormser Haushalte verteilt werden soll, enthält u.a. eine Übersicht, wie jeder für den Ernstfall gerüstet sein kann.


    Von Vera Beiersdörfer › Anfang November hatte der NK bei der Stadt hinterfragt, wie gut Worms im Notfall aufgestellt ist? Damals gab Angela Zimmermann, Abteilungsleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, an, dass der Koordinierungsstab der Verwaltung sich mit der Erarbeitung eines solchen Notfallplans beschäftige.
    Am vergangenen Donnerstag hatte die Stadt nun zu einem Pressegespräch geladen, um über den aktuellen Sachstand zu informieren.
    Oberbürgermeister Adolf Kessel erläuterte, dass sich in der Zeit vor der Corona-Pandemie und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine kaum jemand habe vorstellen können, wie plötzlich und unvorbereitet man in einen Katastrophenfall geraten könne. „Auch die Flut im Ahrtal hat uns vor Augen geführt, wie schnell es gehen kann“

    Massiver Personalaufwand
    Beim bundesweiten Warntag am Donnerstag zeigte sich, dass ausschließlich zur Alarmierung der Bevölkerung der Personalaufwand enorm hoch ist.
    „Allein 35 Kollegen von ASB, DRK, THW, der Berufsfeuerwehr sowie der freiwilligen Feuerwehren waren in 13 Warnfahrzeugen unterwegs, um die Bevölkerung flächendeckend über Lautsprecher zu alarmieren, wo das Signal der stationären Sirenen nicht oder nur sehr leise ankam. Diese Helfer würden demnach im Ernstfall an anderer Stelle fehlen“, resümierte Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Klaus Feuerbach.
    Bürgermeisterin Stephanie Lohr unterstrich daher die gesellschaftliche Verantwortung eines jeden, für sich und seine Angehörigen für den Krisenfall Vorsorge zu treffen. „Ziel und Anstrengung muss es sein, die Zahl derer, die Hilfe brauchen möglichst klein zu halten“.

    Bevölkerung kann gewarnt werden
    Pünktlich um 11 Uhr wurden die für Not- und Katastrophenfälle zur Verfügung stehenden Warnsysteme geprüft und technische Abläufe einem Test unterzogen. „Die Stadt Worms ist für den Fall der Fälle gerüstet, es hat alles funktioniert, um die Bevölkerung zu warnen. Eindeutig ein besseres Ergebnis als noch beim ersten Warntag vor zwei Jahren“, erklärte Feuerwehrchef Feuerbach.
    Dass von den 29 Sirenen im Stadtgebiet und den Stadtteilen, die in Ibersheim nicht funktioniert, sei bekannt gewesen. In dem nördlichsten Stadtteil und auch „In den Lüssen“ waren daher zwei mobile Sirenen im Einsatz. Im Laufe des kommenden Jahres sollen die Sirenen der Stadt erneuert werden. „Wir brauchen ein akkugepuffertes System, um gerade während der Energiekrise unabhängig vom Strom zu sein“, so Feuerbach. Das neue Sirenennetz ermögliche dann auch Sprachdurchsagen.

    Fit für den Krisenfall
    Meist treten Krisensituationen wie schwere Unwetter oder längere Stromausfälle völlig unerwartet ein. Für mehr Vorbereitung bleibt dann leider keine Zeit mehr. Worms hat daher inzwischen Notfall-Anlaufstellen festgelegt, die Bürger aufsuchen könne, falls Notrufe nicht mehr über übliche Kommunikationswege abgesetzt werden können.
    „Es ist jedoch wichtig, dass jedem klar ist, dass diese Anlaufstellen, nur für tatsächliche Notfälle gedacht sind. Hierbei geht es darum Menschenleben zu retten“, verdeutlichte Bürgermeisterin Lohr.
    Die Stadt hat eine Broschüre aufgelegt, die die wichtigsten Informationen rund um die Notfallvorsorge enthält. „Hierin finden Bürger die Standorte der Anlaufstellen, die in einem etwa Ein-Kilometer-Radius fußläufig zu erreichen sind“, erklärte Martin Füssel vom städtischen Brand- und Katastrophenschutz.
    Auch er betonte, wie immens wichtig es ist, dass sich jeder eine Basisvorsorge schaffe. „Es gibt zahlreiche Gründe für Stromausfälle oder Versorgungsengpässe. Nicht erst seit der Energiekrise rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) privaten Haushalten zur Bevorratung“.
    Die Broschüre, die Ende des Jahres über den ebwo an alle Wormser Haushalte verteilt werden soll, enthält u.a. eine Übersicht, wie jeder für den Ernstfall gerüstet sein kann. „Wir wollen keine Panik verbreiten, wenn der Strom heute ausfallen würde, ist der Katastrophenschutz gut aufgestellt. Dennoch sollte Eigenvorsorge getroffen werden. Zudem ist es wichtig, Mitmenschen, die Hilfe brauchen, zu unterstützen“, appellierte Feuerbach abschließend.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige das WormserAnzeige Tip SüdhessenAnzeige Ticketshop
    Anzeige AmtsblattAnzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige Klinikum Worms - Tag der offenen Tür