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  • Do., 04. April 2019, 13:17 Uhr
    Worms geht dem Bild einer Stadt, welche sich für Naturschutz engagiert weiter nach und tritt dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ bei

    Worms ist Mitglied im „Bündnis für biologische Vielfalt e.V.“

    In seiner Sitzung am 23. Januar dieses Jahres hat der Wormser Stadtrat den Beitritt der Stadt Worms zum „Bündnis für biologische Vielfalt e.V.“ beschlossen. Worms ist damit die zehnte Kommune in Rheinland-Pfalz und die 178. Kommune bundesweit, die dem Bündnis beitritt. Oberbürgermeister Michael Kissel unterzeichnete nun kürzlich die entsprechende Beitrittserklärung. Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V." ist ein Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommunen. Im Zentrum stehen vor allem die Stärkung der Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld und der Schutz der Biodiversität.


    Biodiversitätsstrategie seit 2010
    Die Stadt Worms engagiert sich seit vielen Jahren in diesem Bereich: Bereits vor neun Jahren bot die Stadt Worms zum „Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt“ erfolgreich ein Jahresprogramm „Vielfalt ist Reichtum“ an. Im Rahmen des Programms richtete die Stadt 2010 einen „Projekttag“ im Rathaus aus. Die Ergebnisse von drei Workshops (Naturerleben, Biodiversität im Innenbereich, Biodiversität im Außenbereich) wurden in die städtische Deklaration bzw. Anlage zur Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ eingearbeitet. Diese Deklaration, die eine Grundvoraussetzung zur Mitgliedschaft im „Bündnis für biologische Vielfalt e.V.“ darstellt, wurde vom Stadtrat bereits am 10. November 2010 beschlossen. „Mit der Anlage und dem Anhang zur Deklaration hat die Stadt Worms bereits im Jahr 2010 sozusagen eine Biodiversitätsstrategie für das Stadtgebiet formuliert und im Stadtrat verabschiedet“, betont Oberbürgermeister Michael Kissel. Die in der Anlage der Deklaration beschriebenen Strategien und Projekte sind zum Teil bereits in der Umsetzung bzw. wurden schon umgesetzt.


    Biodiversität im eigenen Garten
    Der Beitritt der Stadt Worms zum „Bündnis für biologische Vielfalt e.V.“ stellt daher ein weiteres Signal und eine Stärkung der Bemühungen zum Erhalt der Biodiversität im Stadtgebiet Worms dar. Dieses Signal soll auch viele private Grundstückseigentümer erfassen und dazu animieren, mehr Natur- und Artenschutz bzw. den Schutz der Biodiversität auch im eigenen Garten umzusetzen. In den Gärten könnten beispielsweise Bereiche mit nahrungsreichen Blühwiesen für Insekten, Hummeln und Bienen entstehen. Diese bunt blühende Vielfalt ist eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Fledermäuse im Siedlungsbereich.


    Artenschutz mit Unterstützung von Landwirten
    Massiv bedroht sind auch viele Arten der offenen Ackerflur und der Feuchtgebiete. Die Landwirtschaft ist deshalb aufgefordert, zusammen mit der Stadt im Rahmen von Förderprogrammen Maßnahmen für bedrohte Arten umzusetzen. In einigen Gemarkungen sind bereits positive Artenschutzprojekte mit Unterstützung von Landwirten angelaufen. Naherholungssuchende und Hundehalter können zudem in der freien Landschaft ebenfalls ihren Beitrag zum Schutz und Erhalt bedrohter Arten leisten – und das mit einfachen Mitteln: Spaziergänger sollten die Wege nicht verlassen und Hunde an der Leine führen. Dies kommt insbesondere während der Brut- und Setzzeit (März bis Juli) vielen Bodenbrütern wie z.B. Feldlerche und dem Rebhuhn zugute.


    „Wir wollen in Worms keinen stummen Frühling erleben und leisten auch als Stadt unseren Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Bereits mehr als 250 ha städtischer Flächen werden naturnah gepflegt und bewirtschaftet, unterstreicht Oberbürgermeister Michael Kissel.


    Weitergehende Informationen zum Natur- und Artenschutz in Worms sind auf der städtischen Internetseite www.worms.de, Rubrik „Mein Worms“, Stichwort „Umwelt und Landwirtschaft“ zu finden. Ansprechpartner bei der Unteren Naturschutzbehörde ist Wolfgang Reich, Telefon 06241/8533 505, E-Mail: wolfgang.reich@worms.de.

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