Sie sind hier: Home » Worms und Ortsteile » „Worms muss am Fernverkehr dranbleiben“
13.01 Uhr | 11. September 2019

„Worms muss am Fernverkehr dranbleiben“

KARLIN, KESSEL, LOHR & METZLER: Rückenwind für Forderung der Wormser Verkehrs- und Umweltverbände

Mit dem 7. Sektorgutachten „Mehr Qualität und Wettbewerb auf die Schiene“ (gemäß § 78 ERegG) macht die Monopolkommission der Bundesregierung konkrete Vorschläge um den Schienenverkehr insbesondere unter dem Stichwort „Deutschland-Takt“ pünktlicher und damit attraktiver zu gestalten.

Im ersten Gutachterentwurf des dazugehörigen Zielfahrplans vom 8. Oktober 2018 für Rheinland-Pfalz und das Saarland ist ersichtlich, dass zwar die Fernverkehrsverbindungen FV 31 und 35 über den Hauptbahnhof Worms geleitet werden, in Worms selbst aber – zumindest laut diesem Entwurf – kein Halt vorgesehen ist. In Ihrem Schreiben vom Mittwoch, dem 4. September, an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer fordern die Wormser Umwelt- und Verkehrsverbände dies dahingehend zu ändern, als das Worms nicht nur als Hochschulstandort und Kulturstadt selbst, sondern auch aufgrund seiner überregionalen Bedeutung für die ganze Region Rheinhessen zwingend eine Direktanbindung an das Fernverkehrsnetz behalten muss.

Oberbürgermeister Adolf Kessel, der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler, die Wormser Landtagsabgeordnete Stephanie Lohr sowie der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Dr. Klaus Karlin erklären dazu:

 „Grundsätzlich begrüßen wir das von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und dem Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur initiierte „Zukunftsbündnis Schiene“ aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Der Deutschland-Takt ist eine gute Sache, um den Schienenverkehr besser und attraktiver zu machen und so dafür zu sorgen, dass sich deutlich mehr Menschen als bisher in den Zug setzen, anstatt in das Flugzeug zu steigen. Dies ist auch im Sinne der Diskussion um Nachhaltigkeit und Klimawandel eine sinnvolle und zukunftsorientierte Vorgehensweise.

Für eigentlich selbstverständlich halten wir in diesem Zusammenhang, dass zumindest die 100 größten Städte der Republik direkt an das Fernnetz der Bahn angebunden sein müssen. Alles andere wäre im Zuge dieser Initiative eine völlig falsche Signalwirkung und würde das Bestreben gleich zu Beginn in Frage stellen. Zu den 100 größten Städten zählt eben auch die Nibelungenstadt Worms.

Deshalb fordern wir dringend den Gutachterentwurf nachzubessern und Worms auch in Zukunft direkt an das Fernnetz der Bahn anzubinden. Die von der Initiative der Wormser Umwelt- und Verkehrsverbände vorgebrachten sachlich völlig richtigen und logischen Argumente teilen wir uneingeschränkt. Unserer Forderung werden wir mit einem gemeinsamen Schreiben an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn Richard Lutz Nachdruck verleihen.“

Beitrag teilen Facebook Twitter

Geschrieben in Worms und Ortsteile

Kommentare sind geschlossen