Die Stadt Worms will sich um den Titel „FairTrade-Town“ bewerben. Die gleichnamige Kampagne ist eine Initiative des Vereins Transfair, der seit mehr als 20 Jahren benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern unterstützt. Bereits 587 Städte zeichnete der Verein als FairTrade-Town aus, Worms soll nun auch dazukommen.
Doch wie wird eine Stadt FairTrade-Town?
Insgesamt müssen dafür fünf Kriterien erfüllt werden: Dazu gehört unter anderem ein Beschluss des Stadtrats zur Unterstützung des fairen Handels. Bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Oberbürgermeisters dürfen demnach nur noch fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt ausgeschenkt werden. Als weiteres Kriterium muss eine lokale Steuerungsgruppe gebildet werden, die auf dem Weg zur Fairtrade-Town die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Zudem müssen in Worms mindestens in 17 Geschäften, neun Gastronomiebetrieben, einer Schule, einem Verein und einer Kirchengemeinde zwei oder mehr Produkte aus fairem Handel angeboten werden. Die Anzahl bemisst sich dabei an der Einwohnerzahl.
Und hier ist Mithilfe gefragt
Die Stadt sucht weitere Gastronomiebetriebe, Geschäfte sowie interessierte Bürger, die sich an der Kampagne beteiligen oder bei der lokalen Agenda mitarbeiten wollen. „Die Bewerbung als FairTrade-Town ist Teil unserer Umsetzung der Lokalen Agenda 21. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir zahlreiche Unterstützer finden würden, denn damit können wir signalisieren, dass wir für einen fairen Handel stehen, für faire Bedingungen bei der Lebensmittelproduktion und dass wir umweltschonende Anbaumethoden unterstützen“, unterstreicht Oberbürgermeister Michael Kissel. Geschäftsleute oder Initiativen, die sich der Kampagne anschließen wollen, können sich mit Claudia Kilian, Beauftragte der Lokalen Agenda innerhalb der Stadtverwaltung, in Verbindung setzen: claudia.kilian@worms.de, Telefon 06241/853 7111.
Agenda 21
Die Agenda 21 ist ein globaler Aktionsplan, der auf der „Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen“ (UNECD) 1992 in Rio de Janeiro von 179 Staaten unterzeichnet wurde. Grundlegendes Ziel der Agenda 21 ist das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung. Das bedeutet, so zu handeln, dass das Wachstum von heute nicht die natürlichen Lebensgrundlagen und die wirtschaftlichen Wachstumsmöglichkeiten für künftige Generationen infrage stellt.
Am Montag, dem 1. April, wird Oberbürgermeister Michael Kissel außerdem um 18 Uhr im Rathaus eine Ausstellung zum Thema Fairtrade eröffnen. Die interessierte Öffentlichkeit ist dazu herzlich eingeladen.
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