Wo in Worms findet man die Wonnefrau? Was hat es mit dem Siegfriedstein auf sich? Wo genau stand Martin Luther im April 1521 wirklich? Wie viel Türme gibt’s in Pfeddersheim und wo im Wormser Stadtgebiet kann man noch eine Furt benutzen? Worms zu Fuß bleibt keine Antwort schuldig!
Was hat sich in der dritten Auflage geändert? Ausgetauscht wurden Einkehrtipps, die nicht mehr geöffnet sind. Überprüft und korrigiert wurden die Namen aller Einkehrtipps, alle Telefonnummern und Öffnungszeiten, auch der Museen und Kirchen. Weiterhin alle Angaben zum ÖPNV, hier besonders die Nummern der Buslinien, so wie außerdem die Angaben zu den Parkmöglichkeiten. Grundsätzlich wurde die Aktualität wieder hergestellt. Die erste Auflage des Wormser Stadtführers erschien im April 2010, die zweite Auflage im August 2012. Eingeteilt hat die Autorin Ulrike Schäfer ihr Buch in 14 Touren. Doch zunächst gibt es eine kleine Einführung in der Stadtgeschichte. Das Schicksalsrad, die Bronzeskulptur auf dem Obermarkt, nimmt sie zum Anlass um von Bränden und Zerstörung, aber auch von Glanz und Blüte der Stadt Worms zu erzählen. Die erste Tour Kaiser, Kirchen; Klöster und Kunst. Großer Rundweg „Zu Fuß durch zwei Jahrtausende“ hat ebenfalls einführenden Charakter: Sie ist die längste des Buches und führt an den bedeutsamsten Sehenswürdigkeiten von Worms vorbei. Wer dabei feststellt, dass er eigentlich die eine oder andere Station gerne vertiefen möchte, findet dazu im Text jeweils einen Querverweise zu der Tour, die sich zum Beispiel ausschließlich den Kirchen widmet.
Weitere Rundgänge beschäftigen sich mit den Wormser Musts wie Martin Luther, den Nibelungen, dem jüdischen Worms, den Stadtmauern, den Kirchen oder der Geschichte der Lederindustrie. Aber Ulrike Schäfer hat auch Strecken zusammengestellt, die auf weniger Bekanntes eingehen: Zum Beispiel auf die Geschichte von Worms und dem Wein, auf das wieder aufgebaute Worms nach dem Zweiten Weltkrieg oder einen Pfeddersheim-Rundgang, eine Tour am Rhein entlang und einen Rundkurs (mit Rad oder Auto) durch alle Wormser Vororte.
Die pure Fülle – es sind immerhin 14 Touren, die auf 128 Seiten sehr ausführlich beschrieben und bebildert werden! – sowie die Vielfalt sind das eine große Plus dieses Stadtführers. Das andere ist seine unglaubliche Benutzerfreundlichkeit – kein Suchen, kein Blättern: Alles findet man direkt bei den Touren! Natürlich stehen da zunächst mal Infokästen mit Angaben wie Länge und Dauer und bei allem, was besichtigt werden kann, stehen Adresse, Telefonnummer, Website, Öffnungszeiten sowie für die Anfahrt mit dem Auto die Hinweise auf Parkhäuser, bzw. bei Nutzung des ÖPNV die entsprechenden Linien und Haltestellen. Bei den Touren selbst gibt es immer wieder Querverweise auf Abstecher oder andere Strecken, durch die sie ergänzt werden können. Alle 14 Touren haben Karten. Ein ganz besonderes Extra sind die 18 Einkehrtipps: Von der Gutsschänke bis zum Restaurant, immer mit einer kurzen Beschreibung des Angebots, der Sitzmöglichkeiten oder besonderer Vorzüge. Und weil Ulrike Schäfer weiß, wie wichtig eine Aussage über die Kinderfreundlichkeit einer Tour ist, hat sie diese Angabe – wann immer möglich – auch in Worms zu Fuß aufgenommen: Diese Strecken haben ein besonderes Symbol.
Die Autorin
Ulrike Schäfer lebt seit 1968 in Worms und arbeitet seit über 20 Jahren als freie Journalistin; sie ist Mitbegründerin und Vorstandsmitglied verschiedener Vereine und hat bei mehreren Buchveröffentlichungen mitgearbeitet, u.a.: Die Wundergeschichten von Warmaisa und Geheimnisvolles Worms.
Info
Ulrike Schäfer, Worms zu Fuß. 14 Stadtspaziergänge zu den schönsten und bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in und um Worms, ISBN 978-3-942291-00-2, Broschur, 128 Seiten, mit 14 Karten und 158 Farbfotos, 13,90 Euri.
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