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  • So., 30. November 2025, 08:00 Uhr
    PÉTANQUE: Leon Gotha holt als Spieler und Trainer Meisterschaften / Europa- und Weltmeistertitel gefeiert

    Wormser als Bundestrainer erfolgreich

    Mit einem Lächeln konnte Leon Gotha beobachten, was seine Schützlinge auf dem Platz gebracht haben.
    Foto: Gotha

    Von Marcus Diehl › Zwei internationale Titel für Deutschland errungen, das kann sich Leon Gotha in seinen Lebenslauf heften. Zwar nicht als Spieler, aber als Bundestrainer. Damit führte Leon Deutschland zum ersten Weltmeistertitel im Pétanque. Die U18 sorgten in Isla Cristina, Spanien, für ein Novum für den Deutschen Pétanque-Verband e.V. (DPV). Der erste Titel in der deutschen Pétanque-Geschichte war unter Dach und Fach. 

    In der Disziplin Präzisionsschießen müssen so viel Punkte wie möglich erzielt werden, indem die Zielkugel aus einem Kreis geschossen werden muss. Nach einer soliden Vorrunde wurde im Viertelfinale einer der Mitfavoriten, Madagaskar, ausgeschaltet. Im Halbfinale wurde die Schweiz und im Finale der Titelverteidiger Thailand bezwungen. Für Leon Gotha ein erfolgreiches und emotionales Jahr.

    „Als Bundestrainer eine EM und eine WM am Ende des Jahres feiern zu dürfen, ist ein unbeschreibliches Gefühl.“ Eigentlich ist er nur für den U18-Sektor zuständig. Bei den Espoirs Teams – U23 – war allerdings sein Trainerkollege aus privaten Gründen ausgefallen. Leon übernahm die Verantwortung und betreute die Spielerinnen und Spieler bei der Europameisterschaft, die ebenfalls in Spanien, in Benejuzar, stattfand. Am Ende eine gute Entscheidung des Verbandes. Die Damen holten im 3 gegen 3 (Triple) mit einem deutlichen 13:1 gegen Belgien die Europameisterschaft. 

    Enger Zeitplan

    In seinen noch jungen Jahren überhaupt als Bundestrainer tätig zu sein spricht für Leon Gotha. „2023 ist die Stelle freigeworden. In dieser Zeit absolvierte ich meinen Trainerschein. Die Stelle hat sich perfekt für mich angeboten.“ Sein Zeitplan ist eng getaktet. Im Mainz studiert er Wirtschaftspädagogik. Zusätzlich arbeitet Leon als Vertretungskraft an der Ilse-Lang-Schule in Worms.

    Wenn die Zeit es noch zulässt, steht er selber als Spieler auf dem Feld. Mit dem TV 1877 Mannheim-Waldhof wurde er Deutscher Meister in der Pétanque-Bundesliga. Mit der internationalen, Champions League kommt im nächsten Jahr noch eine weitere Aufgabe hinzu. Leon stand selbst sieben Jahre im Jugendkader, nahm an vier Europameisterschaften sowie einer Weltmeisterschaft teil und feierte eine Vize-EM und fünf Deutsche Meister Titel.

    Jetzt gibt er seine ganze Erfahrung und Wissen an nachfolgende Generationen weiter. Früher war Leon noch im Tennis aktiv. Im Alter von 14 Jahren legte er den Fokus auf Pétanque. 

    Leidenschaft geerbt

    „Mein Ziel war es immer, es irgendwann einmal in den Nationalkader zu schaffen.“ Inspiriert wurde er hierzu von seinem Großvater, dieser stammt aus Italien und betrieb eine ähnliche Sportart namens Boccia. Der Unterschied ist, dass hier noch zum Werfen einer Kugel ein Anlauf mit in das Spiel gebracht wird. Pétanque gilt auch eher als Fachbegriff. In Deutschland gilt der Begriff „Boule“ als geläufiger. Dabei versuchen zwei Teams, eine bestimmte Anzahl von Kugeln so nahe wie möglich an eine vorher ausgeworfenen Zielkugel zu platzieren.

    Momentan macht Leon seinen B-Trainerschein und nimmt an Coaching-Weiterbildungen beim europäischen Verband teil. Leon Gotha: „Zukünftig freue ich mich weiter auf die Zusammenarbeit im Trainerteam und mit den Jugendlichen.“

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