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  • Mi., 31. Januar 2024, 10:00 Uhr
    Arbeitsmarktbericht: Üblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar fällt moderat aus

    Wormser Arbeitslosenquote auf 8,5 Prozent gestiegen

    Saisonbedingt wird der Jahresanfang regelmäßig von einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen begleitet. Verantwortlich hierfür sind Entlassungen in den wetterabhängigen Branchen sowie das Auslaufen von befristeten Verträgen zum Jahresende. So kam es auch in diesem Januar in Worms zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Allerdings fiel der Anstieg deutlich moderater aus als im langjährigen Mittel.

    Zwar meldeten sich im Januar etwas mehr Menschen neu arbeitslos als ein Jahr zuvor, noch deutlicher erhöht war allerdings die Zahl derjenigen, die ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden konnten. Darüber hinaus mündeten zahlreiche Personen in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, um sie für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen.

    Besser wie erwartet

    „Insgesamt ist der Arbeitsmarkt besser in das neue Jahr gestartet als erwartet, und der Arbeitskräftebedarf ist in vielen Bereichen trotz der konjunkturellen Abkühlung hoch“, erläutert Susanne Decker, Leiterin der Wormser Arbeitsagentur. So sei der Zugang an gemeldeten Arbeitsstellen im Vormonatsvergleich weniger deutlich zurückgegangen als dies im gleichen Kalendermonat der letzten Jahre für gewöhnlich der Fall war. Um die in vielen Branchen größer werdenden Personallücken schließen zu können, müssten alle Potenziale genutzt werden, auch die der geflüchteten Menschen, sei es aus der Ukraine oder aus anderen Ländern.

    „Viele haben jetzt die ersten Sprachkurse beendet und verfügen damit über Grundkenntnisse der deutschen Sprache“, so Decker. Mit einer intensiven Betreuung dieser Menschen, einer gezielten Ansprache und Beratung von Arbeitgebern sowie regelmäßigen Angeboten für ein gegenseitiges Kennenlernen im Rahmen von Jobbörsen und Bewerbertagen werde man den von Arbeitsminister Hubertus Heil angekündigten Job-Turbo im Bezirk der Mainzer Arbeitsagentur umsetzen. Rund 160 Personen mit ukrainischem Pass sind bereits in Wormser Betrieben beschäftigt. Weitere rund 600 Beschäftigte kommen aus Asylherkunftsländern.

    Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick

    Im Januar waren in Worms insgesamt 4.864 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 163 mehr als im Dezember und 236 oder 5,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 4.016 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 240 mehr als im Vormonat und 248 oder 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 8,0 auf 8,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote bei 8,1 Prozent gelegen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ließ im Januar etwas nach. Insgesamt wurden 111 offene Stellen gemeldet. Das waren 44 weniger als im Dezember und 12 weniger als im Vorjahr. Der Stellenbestand belief sich im Januar auf 892 Stellen, 333 weniger als vor einem Jahr.

    Von den 4.016 Arbeitslosen im Januar wurden 1.304 von der Arbeitsagentur und 2.712 vom Jobcenter Worms betreut. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar entfiel etwa hälftig auf die von der Arbeitsagentur und die vom Jobcenter betreuten Arbeitslosen.

    Zahlen im rheinhessischen Vergleich

    Auf den regionalen Arbeitsmärkten im Bezirk der Mainzer Arbeitsagentur kam es im Januar ebenfalls zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquoten änderten sich wie folgt. Gesamtbezirk von 5,2 auf 5,4 Prozent, Stadt Mainz von 5,2 auf 5,3 Prozent, Stadt Worms von 8,0 auf 8,5 Prozent, Landkreis Alzey-Worms von 4,1 auf 4,4 Prozent und Landkreis Mainz-Bingen von 4,9 auf 5,1 Prozent.

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