Später Ferienbeginn begünstig die Entwicklung / Quote bleibt stabil mit 7,7 Prozent allerdings ganz deutlich über der im Landkreis Alzey-Worms
Wormser Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv
Archivfoto: Robert Lehr
Im Juni hat die Arbeitslosigkeit in Worms noch einmal leicht abgenommen. Neben einer nach wie vor stabilen Situation am ersten Arbeitsmarkt und Entlastungen durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wurde die Entwicklung auch durch den späten Ferienbeginn begünstigt. So waren im Juni noch kaum Zugänge von Jugendlichen zu verzeichnen, die sich nach Beendigung von schulischen oder betrieblichen Ausbildungen arbeitslos melden mussten. Im zweiten Monat in Folge entwickelte sich auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen positiv.
Deutliches Plus an Stellenmeldungen
Bei den Stellenmeldungen gab es im Juni ein deutliches Plus gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahr. Die Aussichten für die zweite Jahreshälfte beurteilt Agenturleiterin Susanne Decker als „nicht schlecht“, allerdings rechne sie mit einer etwas gedämpfteren konjunkturellen Entwicklung. Wenn die Nachfrage nach Arbeitskräften im Herbst noch einmal anziehe, seien aber auch noch weitere Fortschritte möglich. Um den zunehmenden Passungsproblemen zwischen angebotenen Stellen und Bewerbern entgegenzuwirken setzt die Arbeitsagentur weiterhin auf berufliche Weiterbildung. „Wir müssen unsere Aus- und Weiterbildungsangebote den sich verändernden Bedingungen am Arbeitsmarkt anpassen und vor allem die betriebsnahen Qualifikationen weiter stärken“, so Decker.
Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote Im Juni waren in der Stadt Worms insgesamt 3.396 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 27 weniger als im Mai und 224 oder 6,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber Mai konstant bei 7,7 Prozent. Im Vorjahr hatte die Arbeitslosenquote bei 8,3 Prozent gelegen. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit entfiel fast ausschließlich auf die vom Jobcenter Worms betreuten Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist in beiden Rechtskreisen leicht gefallen und lag um gut 12 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.
Auch die Unterbeschäftigung, die auch Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erfasst, ist gegenüber dem Vormonat gesunken und lag um 1,4 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat im Juni angezogen. Insgesamt meldeten die Arbeitgeber 315 offene Stellen. Das waren 37 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Eine Zunahme von Stellen gab es vor allem beim Objekt- und Personenschutz, bei der Arbeitssicherheit und im Bereich Büro und Sekretariat.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juni betraf alle regionalen Arbeitsmärkte. Die Arbeitslosenquoten änderten sich wie folgt: Gesamtbezirk von 5,2 auf 5,1 Prozent, Stadt Mainz von 6,4 auf 6,3 Prozent, Landkreis Alzey-Worms von 4,2 auf 4,1 Prozent und Landkreis Mainz-Bingen von 3,8 auf 3,6 Prozent. In der Stadt Worms blieb die Quote unverändert bei 7,7 Prozent.