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Mi., 10. Juli 2013, 13:04 Uhr
Zum Projektende gute Ergebnisse / Weiterführung beschlossen
Wormser Energieeffizienz-Netzwerk zieht nach drei Jahren erfolgreiche Bilanz
Ziel des Klimaschutz- und Energieeffizienzkonzeptes der Stadt Worms ist es, den CO2-Ausstoß in allen Sektoren nachhaltig zu senken. Dabei fällt neben den Wormser Haushalten, den städtischen Liegenschaften und dem Verkehrssektor dem Bereich der Wormser Wirtschaft eine bedeutende Rolle zu.
Aus diesem Grund haben sich auf Initiative der Stadt Worms im Jahr 2010 elf Unternehmen aus Worms und dem näheren Umfeld zu einem EnergieEffizienz-Tisch Worms unter der Projektträgerschaft des Modells Hohenlohe e.V. zusammengefunden. Die externe Beratung in den Betrieben erfolgte durch das am Umwelt-Campus Birkenfeld angesiedelte Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), der Projektablauf und die Ergebnisse wurden vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI evaluiert. Das Wormser Unternehmensnetzwerk ist eines von 30 bundesweiten Pilot-Netzwerken, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert und nach dem LEEN-Standard durchgeführt wurde.
Zu Beginn der dreijährigen Projektlaufzeit im Jahr 2010 wurde nach einer intensiven vor-Ort Begehung der Ingenieure des IfaS und des Modells Hohenlohe e.V. für jedes Unternehmen ein Maßnahmenkatalog zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Senkung der CO2-Emissionen erarbeitet, der anschließend von den Unternehmen nach eigener Priorisierung umgesetzt wurde.
Ergänzend erfolgten über die Projektlaufzeit regelmäßige ganztägige Treffen der Unternehmensvertreter zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch mit integriertem Betriebsrundgang, die durch themenspezifische Vorträge externer Fachreferenten mit anschließendem Workshop unterstützt wurden.
In der letzten Sitzung innerhalb des Projektzeitlaufs 2010 - 2013 wurde nun das Ergebnis der dreijährigen Projektlaufzeit mitgeteilt: Insgesamt wurden durch die bislang umgesetzten Maßnahmen in den elf Unternehmen 8,3 Prozent Energie (Strom und Wärme) und 9,4 Prozent CO2 eingespart (arithmetischer Mittelwert). Die eingesparte Energiemenge entspricht dem Strom- und Wärmebedarf von mehr als 5.900 Wormser Haushalten. Dadurch wurden 50.760 t CO2 pro Jahr reduziert, was den CO2 -Emissionen von mehr als 9.000 Haushalten gleichzusetzen ist.
„Dieses Ergebnis stellt ein deutliches Zeichen für die Bereitschaft der Wormser Unternehmen zur Einsparung von Energie und CO2 im Sinne unseres Klimaschutz- und Energieeffizienzkonzeptes dar und ist ein großer Erfolg“, betont Beigeordneter Hans-Joachim Kosubek. „Es macht uns auch ein wenig stolz, dass es gelungen ist, namhafte Unternehmen für dieses Netzwerk zu gewinnen und die Projektarbeit über die gesamte Projektlaufzeit auf hohem Niveau zu halten“, ergänzt Reinhold Lieser, Klimaschutzbeauftragter der Stadt.
Das Projektteam beglückwünscht die Unternehmen zu diesem Ergebnis und freut sich darüber, dass nahezu alle Teilnehmer eine Fortsetzung des Energie-Effizienz-Netzwerks über die Projektzeit hinaus für weitere zwei Jahre beschlossen haben. Das zeige, dass die Unternehmen von der Effektivität der Netzwerkarbeit überzeugt seien und sich noch nicht am Ende des Weges sähen. Man darf also gespannt sein, wie die Bilanz nach weiteren zwei Jahren aussehen wird.