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  • Mi., 27. Juli 2016, 05:40 Uhr
    Klinikum Worms: Prof. Dr. Jochen Blum als Experte für Musikermedizin nach Manhattan geladen

    Wormser Expertise in New York gefragt

    Prof. Dr. Jochen Blum


    Mitte Juli 2016 sind amerikanische und internationale Experten an der berühmten Weill-Cornell Medical University in Manhattans Upper East Side zu einer wissenschaftlichen Tagung zum Thema Medizin und Musik zusammen gekommen. Darunter auch Prof. Dr. Jochen Blum, Chefarzt und Leiter des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie am Klinikum Worms.

    Im Fokus der Tagung zum Thema „Medizinische Probleme bei Musikern“ stand der Austausch aktueller klinisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse und Entwicklungen, wobei die besondere Rolle der New Yorker Universitätsklinik, wie auch von Einrichtungen wie der glanzvollen Metropolitan Opera und beispielsweise Orchestern wie der New York Symphony, die von Leonard Bernstein und Kurt Masur geleitet worden waren, mit einbezogen wurden. Prof. Dr. Blum berichtete im Rahmen eines wissenschaftlichen Vortrages über „Besonderheiten in der Rehabilitation verletzter Musiker/innen“.

    Der Bereich „Musikermedizin“ am Zentrum für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie des Klinikum Worms, den Prof. Blum seit über 25 Jahren leitet (bis 2005 an der Universitätsmedizin Mainz), stellt eine in Deutschland neben Berlin, Hannover und Freiburg besondere Einrichtung dar, die auch im Ausland große Beachtung findet.

    „In Gegensatz zu Sportlern haben professionelle Musiker nur in wenigen Städten eine spezifische berufsbezogene medizinische Anlaufstelle, weswegen Patienten dieser Berufsgruppe aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch Ausland mit ihren medizinischen Problemen zu uns nach Worms kommen“, berichtet Prof. Dr. Jochen Blum. „Der Anteil verletzter Musiker, die nach individueller medizinischer Hilfestellung suchen, um wieder in ihren Beruf zurück zu kehren, ist in unserer Unfall-und Handchirurgie besonders groß, was das hohe Interesse der amerikanischen Kollegen und somit die Anfrage, in New York über dieses Thema zu berichten, erklärt“, so Prof. Dr. Jochen Blum weiter.

    Im Rahmen seines Vortrags berichtete der erfahrene Chefarzt auch über besondere Konzepte der Wormser Musikersprechstunde. So werden beispielsweise bei Fingerverletzungen von Geigern speziell individuell angefertigte Geigenbögen in der Rehabilitation eingesetzt. Ebenfalls zur Anwendung kommen Veränderungen der Saitenspannung und andere sogenannte „ergonomische“ Anpassungen der Musikinstrumente.

    Diese Thematik wird übrigens auch Inhaltpunkt bei dem diesjährigen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin sein, bei dem über 10.000 Fachärzte im Oktober tagen werden und Worms ebenso mit dem Thema „Musikermedizin“ vertreten ist.

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