Idee ehrenamtlicher Bürger aufgegriffen / Tauben zu füttern, ist in Worms verboten
Wormser Hauptbahnhof wird gegen Tauben aktiv
Dort, wo die Tauben noch sitzen, werden auch zur Freude von Markus Kopetzky mit Hilfe des gelben Hubsteigers Netze aufgespannt. Auf den moderneren Bahnsteigen im Hintergrund finden die Tauben hingegen keine vergleichbaren Hohlräume. Foto: Florian Helfert
Entlang des Wormser Bahnsteiges 1 und auch in der Bahnhofshalle tummeln sich regelmäßig Tauben unter dem Dach – und dort wo sie häufig sitzen, sind ihre Exkremente deutlich sichtbar. Für die beiden ehemaligen Bahnmitarbeiter Markus Kopetzky und Bernhard Elz, die seit dem vom Land initiierten Ehrenamtsprojekt „Ich bin dabei“ für ein schöneres Umfeld am Bahnhof wirken, soll der Taubendreck vor Ort nun ein Ende haben: „Jetzt werden gegen die Tauben beispielsweise Netze gespannt, so dass sie ihre dortigen Sitzplätze nicht mehr anfliegen können“, freut sich Kopetzky über eine erfolgreiche Rücksprache mit Bahnhofsmanager Heinz-Jürgen Wolf.
„Da Taubendreck gefährliche Krankheiten übertragen kann und ihr ätzender Kot Bauwerke angreift, ist ihr Füttern verboten“, erinnert Kopetzky an die städtische Gefahrenabwehrverordnung. Dass es sich dabei um kein Kavaliersdelikt handelt, veranschaulichte der engagierte Bürger mit einem Hinweis des Verbandes deutscher StrafrechtsAnwälte und Strafverteidiger e.V. (VdSRV) mit Sitz in Worms: So können schwerwiegende und wiederholte Verstöße erhebliche Bußgelder nach sich ziehen.
Über die Gefährdung bei Tätigkeiten mit Kontakt zu Taubenkot informiert die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft unter www.bgbau-medien.de