Ausstellung mit Werken junger Wormser eröffnet und noch bis zum 18. Dezember im Rathaus zu sehen
Wormser Jugendliche mit kreativem Potenzial
Jugendkunstakademie-Leiterin Monika Rettig (links) und OB Michael Kissel (2.von links) mit den von Flüchtlingskindern als Bodeninstallation künstlerisch gestalteten Einkaufstaschen im Vordergrund.
Bereits im ersten Jahr erwiesen sich die Jugendkunstakademie und die anschließende Werkausstellung als voller Erfolg. Und auch in diesem Jahr präsentieren die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen wieder ihre aktuellen Arbeiten in den Sparten Druck, Textil und Fotografie. Gezeigt werden die Werke noch bis 18. Dezember im Rahmen einer Ausstellung im zweiten Obergeschoss des Wormser Rathauses. Zur Ausstellungseröffnung am Montagnachmittag durch Oberbürgermeister Michael Kissel und Jugendkunstakademie-Leiterin Monika Rettig waren nicht nur die jungen Künstlerinnen und Künstler zugegen, sondern auch Freunde, politische Vertreter und Mitglieder des Stadtvorstandes sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Die Stadt Worms habe es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendlichen den Weg zur Kunst und Kultur zu ermöglichen, erwähnte OB Kissel in seiner Begrüßungsrede beispielhaft Projekte wie die mobile Kunst- und Kulturakademie „Mokka“, die unter Leitung von Constanze Illig mit Unterstützung der Landesregierung und der Stadt Worms mit Jugendlichen im öffentlichen Raum durchgeführt und 2011 dafür ausgezeichnet wurde, das Filmprojekt von Kubis Worms e. V. oder das museumspädagogische Angebot „museum live“ der Stadt Worms. Die Jugendkunstakademie unter der Leitung von Monika Rettig trage ebenfalls hervorragend dazu bei, den jungen Wormserinnen und Wormsern die Kunst und Kultur zu eröffnen, lobte der Stadtchef diese Initiative, die mit großem Engagement die Kreativität junger Leute fördere und die lokale Kunst- und Kulturszene bereichere. Dank eines funktionierenden Netzwerkes mit vielen engagierten Akteuren sei es gelungen, Worms zu einer überregional bedeutenden Kulturstadt zu entwickeln, hob Michael Kissel hervor.
Mensch als Naturwesen und zugleich auch als Kulturwesen
Die Jugendkunstakademie Worms, die ihren Standort im Kunsthaus in der Prinz-Carl-Anlage hat, habe sich zum Ziel gesetzt, Jugendlichen zu vermitteln, dass der Mensch ein Naturwesen und zugleich auch ein Kulturwesen ist, betonte Monika Rettig wie wichtig es sei, Natur zu bewahren und Kultur zu schaffen. Zwei Monate lang hätten sich die Jugendlichen mit Freude und großem Engagement in die Kurse der Dozenten eingebracht.
„Die daraus entstandenen Werke sprechen für sich und lassen einen ästhetischen wie auch künstlerischen Wert erkennen“, freute sich die Leiterin der Jugendkunstakademie über die nun auch öffentlich gezeigten Arbeiten, die in der Druckwerkstatt unter Leitung von Renate Huthoff, im Bereich Textil mit Dozent Uli Spiro und im Kurs Bildgestaltung und Perspektiven mit dem Fotografen Stefan Ahlers entstanden.
Einkaufstaschen als Bodeninstallation
In der Ausstellung sind auch als Bodeninstallation künstlerisch gestaltete Einkaufstaschen zu sehen. Sie stammen aus einem der neuesten Projekte der Jugendkunstakademie, an dem Flüchtlingskinder im Alter von drei bis 16 Jahren teilnahmen. „Der Bereich der künstlerischen Bildung eignet sich hervorragend dazu, Integration zu fördern“, so Monika Rettig, die besonders Oberbürgermeister Michael Kissel und Kulturkoordinator Volker Gallé für deren Unterstützung der Jugendkunstakademie dankte. „Sie haben uns nicht nur finanziell unter die Arme gegriffen, sondern vor allem auch den Mut aufgebracht, mit uns etwas Neues zu schaffen.“