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  • Do., 16. November 2017, 11:33 Uhr
    Sascha Kaiser hält Vortrag „Nibelungen für alle“ auf dem Berliner KulturInvest-Kongress

    Wormser Kultur punktet in Berlin

    Sascha Kaiser. Foto: @Kati Nowicki


    Auf Einladung des führenden Forums für Kulturanbieter und Kulturförderer in Europa „KulturInvest-Kongress“ stellte Sascha Kaiser, Geschäftsführer der Kultur und Veranstaltungs GmbH der Stadt Worms und der Nibelungenfestspiele gGmbH, in Berlin unter dem Titel „Nibelungen für alle!“ die städtische Markenstrategie als Best-Practice-Beispiel in einem Vortrag vor. Dabei legte er dar, wie seit mehr als 15 Jahren das Nibelungen-Thema in Worms in den Fokus gestellt wird, um als eines der wichtigen Profile die Stadtentwicklung nach innen und außen zu fördern. Die konzeptorientierte Kulturpolitik der Stadt Worms wird sowohl vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz als auch vom Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar gern als Best-Practice-Beispiel zitiert. Dazu trägt wesentlich bei, dass die Nibelungenstadt über die Kultur und Veranstaltungs GmbH, die Kulturkoordination und die Arbeitsgruppe Kultur-Stadtentwicklung-Tourismus nachhaltige und institutionalisierte Strukturen geschaffen hat, um diesen Weg auch in Zukunft gehen zu können. Der KulturInvest-Kongress fand bereits zum neunten Mal am 9. und 10. November im Verlagsgebäude der renommierten Hauptstadtzeitung „Der Tagesspiegel“ in Berlin statt. In zehn Themenfeldern mit 101 Referenten und Moderatoren aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien sowie 500 Teilnehmern wurden die aktuellen Trends und Zukunftsperspektiven im europäischen Kulturmarkt diskutiert.

    Der Vortrag über Worms und die Nibelungen wurde von Sascha Kaiser im Rahmen des Themenschwerpunktes „Die Stadt als identitätsstiftende Kulturbühne“ gehalten. Dabei ging es zentral darum, wie gesellschaftliche Veränderungen die Städte herausfordern, neben einer zukunftsfähigen Infrastruktur‎ auch eine Kultur des städtischen Zusammenlebens zu schaffen. Die Zuhörer zeigten sich vor allem vom facettenreichen und zielgruppengerechten Maßnahmenkatalog der Wormser Nibelungenstrategie beeindruckt: Es gibt mittlerweile nicht nur das Nibelungenmuseum, welches das ganze Jahr über für Touristen Anlaufstelle ist und nebenbei ein umfangreiches museumspädagogisches Angebot für Kinder, Jugendliche und ganze Schulklassen konzipiert. Ergänzt wird diese Institution durch Veranstaltungen wie die wissenschaftlichen Tagungen der Nibelungenliedgesellschaft, den Mittelaltermarkt Spectaculum, das Festival „wunderhoeren – Tage alter Musik und Literatur in Worms“ – und natürlich die überregional ausstrahlenden Nibelungen-Festspiele. Alle zusammen und viele Beteiligte mehr sorgen dafür, dass die Nibelungensage und das mittelalterliche Worms für Bewohner, Gäste und Besucher erlebbar werden. Die Kommunikation über die Veranstaltungen prägen das Image und die Bekanntheit der Stadt. In diesem Zusammenhang ging Sascha Kaiser auch auf die Organisation der Kultur und Veranstaltungs GmbH ein und stellte deren kräftebündelnde, professionelle und effektive Organisationsstruktur vor. Neben Sascha Kaiser waren Referenten unter anderem vom Berliner Hauptstadt-Marketing und dem MuseumsQuartier Wien zu hören. Eine abschließende Podiumsdiskussion mit den Referenten des Themenfeldes rundete die Veranstaltung ab.

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