Kriminaldirektor Gerald Gouasé als Leiter der Polizeidirektion Worms feierlich in sein Amt eingeführt
„Wormser Polizei ist bunt“
Amtseinführung im großen Ratssaal. Von links: Kriminaldirektor Gerald Gouasé, Polizeipräsident Karl-Heinz Weber und der ehemalige Leiter der Polizeidirektion Worms, Wolfgang Schneider. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Am Mittwochmittag wurde der neue Leiter der Wormser Polizeidirektion Worms, Kriminaldirektor Gerald Gouasé, im großen Ratssaal der Stadt feierlich in seiner Amt eingeführt. Die Stelle war nach der Verabschiedung seines Vorgängers, Polizeidirektor Wolfgang Schneider, seit Ende Februar 2014 unbesetzt.
Verantwortung für 250.000 Menschen
Der Präsident des Polizeipräsidiums Mainz, Karl-Heinz Weber, sprach am Mittwochmittag die große Festrede zur Amtseinführung von Gerald Gouasé. Er hab dabei die Bedeutung der Polizeidirektion Worms hervor, die für insgesamt 250.000 Einwohner verantwortlich sei und im vergangenen Jahr 17.000 Kriminaldelikte mit einer Aufklärungsquote von 63 Prozent bearbeitet habe. Damit liege Worms deutlich über dem Landesdurchschnitt.
Große Verwendungsbreite
Kriminaldirektor Gerald Gouasé wurde 1962 in Landau geboren, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Er ist 1981 in die Polizei eingetreten und war nach der Ausbildung zunächst in Ludwigshafen eingesetzt. Ab 1988 besuchte er die Fachhochschule und wurde nach der erfolgreichen Beendigung im Jahr 1991 zum Kriminalkommissar ernannt. Es folgten Tätigkeiten bei der Kriminalpolizei in Speyer und Ludwigshafen. Nach der Ausbildung für den höhen Polizeivollzugsdienst wurde Gerald Gouasé zum Kriminalrat befördert und übernahm 1999 die Leitung der Kriminalinspektion in Worms, wo er bis 2001 blieb. Es folgten Aufgaben im Bereich der Kripo in Landau und Ludwigshafen, bevor 2007 die Versetzung ins Landeskriminalamt nach Mainz stattfand. Dort beschäftigte sich Gerald Gouasé in leitender Funktion mit der Organisierten Kriminalität, den Rockerbanden und Drogendelikten.
Klare Bekenntnisse
Die Ansprache von Gerald Gouasé war vom Stil her locker, gleichzeitig aber von inhaltlicher Klarheit geprägt und enthielt mutige Aussagen. So sagte er eine transparente Arbeitsweise zu, erteilte jeglicher Form von Korruption eine deutliche Absage und sagte in den Bezug auf die Kundgebungen rechter Partei in der Nibelungenstadt: „Nicht nur Eisenberg und Worms sind bunt, sondern auch die Wormser Polizei ist bunt!“ Gerald Gouasé betonte die interkulturelle Kompetenz, die ein heutiger Polizist im Einwanderungsland Deutschland mitbringen müsse. Egal ob es um Bürgerkriegsopfer aus Syrien, Zwangsprostituierten aus Südosteuropa, Flüchtlingen aus Afrika oder vielleicht bald ukrainischen Familien ginge, die ihre Heimat verlassen müssten, die Polizei müsse Ansprechpartner für alle sein.
Für die Bürger präsent sein
Im weiteren Verlauf seiner Ansprache sagte Gerald Gouasé, dass die Polizei trotz knapper personeller Ausstattung für die Bürger da sein werde. Hier gelte es das Sicherheitsgefühl der Menschen im Auge zu haben und ernst zu nehmen. Dabei erwarteten die Bürger keine „Hilfspolizisten“, sondern gut ausgebildete und ausgestattete „Vollprofis“.