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  • Mi., 06. August 2014, 14:47 Uhr
    Empfang von RV Tata-Tovarosi Vizisport Egylet aus Ungarn im Wormser Rathaus mit der Unterzeichnung einer speziellen Jubiläums-Urkunde

    Wormser Ruderclub Blau-Weiß feiert 20 Jahre gelebte Partnerschaft

    Mit der Ruderjugend beider Vereine im Rücken unterzeichneten (von links) Sportdezernent Uwe Franz, WRC-Vorsitzende Sabine Teigland und Gyula Fekete vom ungarischen Verein Tata-Tovarosi Vizisport Egylet die Jubiläumsurkunde „20 Jahre Partnerschaft“. Ein abschließender Händedruck – verbunden mit großer Hoffnung – besiegelte das Versprechen auf viele weitere Jahre der Begegnung, besonders der Jugend beider Vereine. Foto: Klaus Diehl


    VON KLAUS DIEHL Es war am 2. Oktober 1994, da unterzeichneten die beiden Rudervereine aus Worms und Tata eine offizielle Partnerschaft. Partnerschaften hatte der Wormser Ruderclub schon vorher mit Vichy (Frankreich) und Leiden (Niederlande) gehabt. Seit vielen Jahren gibt es auch eine Partnerschaft mit Gravelines in Frankreich, die eine kleine Gruppe des Vereins intensiv pflegt. 

    Doch die Partnerschaft mit Tata hat sich zu etwas Besonderem entwickelt und geht über die üblichen Vereinsbesuche hinaus, bei denen in der Regel ein sportlicher Wettkampf im Blickpunkt steht.

    Was ist das Besondere? Bereits zum 16. Mal findet ein Partnerbesuch statt. Orte der Begegnung sind nicht nur Tata und Worms, sondern man traf sich auch schon an besonderen Zielen, wie zu einer gemeinsamen Wanderfahrt auf dem Lago Maggiore. Diese Partnerschaft ist von Freundschaft und Herzlichkeit geprägt, auch ist jeder Verein ernsthaft bemüht, im einwöchigen Partnerschaftsbesuch ein interessantes und abwechslungsreiches Programm anzubieten“, so die WRC-Vorsitzende Sabine Teigland beim Empfang der ungarischen Gäste im Wormser Rathaus.

    Zahlreiche Programmpunkte im Laufe der Zeit
    So kamen im Laufe der Zeit sehr viele Programmpunkte zusammen, sei es auf dem Rhein, Donau, Neckar, Lago Maggiore, Main, aber auch in Worms, Speyer, Heidelberg, Mainz , Budapest, Tata, Balaton, ohne alles aufzählen zu wollen. In Führungen, Besichtigungen und  Reden kamen auch geschichtliche und politische Aspekte zum Tragen.

    Wissenswertes gab es beim Besuch im Kernkraftwerk Biblis, in der Rheingütestation  – wo durch Wasserflöhe Aktivität Alarm für die Wasserqualität gegeben wird. Oder bei der Vermessungsfahrt mit der MS „Burgund“ und natürlich, ein Highlight für jeden Ruderer, der Besuch bei der Bootswerft „Empacher“ in Eberbach. Kulinarisch wurden den Gästen natürlich Spezialtäten der Heimat angeboten, wobei die ungarische Gulaschsuppe ganz oben auf der Liste der Lieblingsgerichte bei den Wormsern steht!

    Traditionell wird man in  Ungarn mit dem Tata-Bähnchen am ersten Besuchstag durch Tata geführt. Am letzten Freitag war dies im Anschluss an den Empfang im Rathaus durch den Sportdezernenten Uwe Franz in Worms das Nibelungenbähnchen. 



    Kein Besuch aus fremden Land ohne das obligatorische Gruppenbild auf den Treppen im Wormser Rathaus: Foto: Klaus Diehl


    Enge kulturelle, sportliche, gesellschaftliche und persönliche Kontakte
    Nicht aber ohne vorher anlässlich des 20-jährigen Bestehens dieser sehr engen Partnerschaft, dies mit Unterschriften unter eine Jubiläumsurkunde zu dokumentieren und die Fortführung der Partnerschaft zu bestätigen. Sie ist getragen von dem Wunsch, dass die Mitglieder beider Sportvereine, insbesondere die Jugend, durch enge kulturelle, sportliche, gesellschaftliche und persönliche Kontakte, die Verbundenheit beider Völker und den Geist der Freiheit pflegen, sowie den Gedanken der europäischen Einheit vertiefen.

    Unter den Anwesenden weilten auch Dorothee Ambros und Werner Steiner, beide ehemalige Vorsitzende des Wormser Ruderclubs Blau-Weiß, die in den Jahren ihrer Führung des  425 Mitglieder zählenden Vereins, auch diese Partnerschaft mit Tata sehr unterstützt und gefördert haben. Werner Steiner ließ es sich nicht nehmen, auch einige Grußworte an die Freunde aus Ungarn zu richten. „Für eine gelebte Partnerschaft braucht man aber auch einen Motor auf beiden Seiten und eine Vision“, erklärte die WRC-Vorsitzende Sabine Teigland. Dieser „Tata-Motor“ über all die Jahre ist Agnes Domonkos, welche die Partnerschaft mit aufgebaut und sich besonders für den Jugendaustausch zwischen beiden Clubs stark gemacht hat. Dazu gehören auch Ehemann Laszlo und die beiden Töchtern Dori und Orsi.

    Stolze Zeit soll fortgesetzt werden
    Für die Gäste aus Ungarn unterstrich deren 1. Vorsitzender Gyula Fekete vom Tata-Tovarosi Vizisport Egylet die Wichtigkeit des Austausches und Kennenlernens und auch sportlichen Wettstreites, besonders der Jugend. 20 Jahre Partnerschaft sei eine stolze Zeit, an deren Fortsetzung beide Seiten auch persönlich weiter sehr interessiert seien

    Sportdezernent Uwe Franz nutzte die Gelegenheit, die Geschichte und Gegenwart der alten Nibelungenstadt näher zu bringen, soweit dies den vielen, auch jungen Gäste, nicht schon bekannt war. Nach einer Woche in Worms reisten die ungarischen Gäste am Sonntag wieder zurück und erwarten nächstes Jahr den Gegenbesuch aus Worms.
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