ASB: Schnelleinsatzteam startet medizinische Hilfe für Flüchtlinge / Rund 80 Patienten täglich
Wormser Samariter im Einsatz auf Lesbos
Auch der Wormser Samariter Steffen Hemer ist mit dem Schnelleinsatzteam aus Lesbos.
Das Schnelleinsatzteam FAST des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ist seit Donnerstag (19.11.) aufgrund einer Anfrage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der griechischen Behörden auf Lesbos, um dringend benötigte medizinische Hilfe für die Menschen im Flüchtlingscamp Kara Tepe 2 zu leisten. Hintergrund des Einsatzes: Nach einem verheerenden Feuer im September des Jahres war das Flüchtlingslager Moria unbewohnbar geworden. Die griechischen Behörden errichteten ein neues Lager, wo zurzeit knapp 7.400 der Flüchtlinge untergebracht sind. Bis Ende Dezember soll hier ein Gesundheitszentrum aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Um den geflüchteten Menschen bis dahin eine basismedizinische Versorgung zu gewährleisten, hat das ASB-FAST-Team, in Kooperation mit seiner Berliner Partnerorganisation CADUS e.V., die medizinische Betreuung der Camp-Bewohner übernommen.
Beschaffung von Medikamenten und Instandhaltung des Equipments
Derzeit werden täglich rund 80 Patienten, überwiegend mit Haut-, Durchfall- und Atemwegserkrankungen, behandelt. Die ASB-Ambulanz ist auf dem Stand einer regulären Hausarztpraxis, u.a. ausgerüstet mit einem Emergency-Health-Kit, das Medikamente und medizinische Verbrauchsgegenstände enthält und mit dem 10.000 Menschen bis zu drei Monate lang versorgt werden können. Die ASB-Teams bestehen aus Ärzten, Notfallsanitätern, Rettungsassistenten, Logistikern und Pflegekräften und sind jeweils für 14 Tage im Einsatz. Mit dem ersten Team ist auch der Wormser Steffen Hemer vor Ort. Als Logistiker ist er in erst Linie für die Beschaffung von Medikamenten sowie die Instandhaltung des Equipments verantwortlich. Der studierte Informatiker vom Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Worms/Alzey ist ein erfahrener Auslandshelfer. Mit dem FAST-Team war er bereits in Mosambik, Haiti, Bosnien und den Philippinen im Einsatz.