In der 2. Pfalzliga liegt der Wormser Schachverein seit fünf Spieltagen ohne Niederlage an der Spitze.
Letzten Sonntag ging es nun gegen den Zweitplazierten aus Mutterstadt.
Holpriger Start
Worms hatte nominell die stärkste Mannschaft aufgeboten, allerdings litten Präsident Boss und Mannschaftsführer Köhler unter einem Infekt, was gegen die starken Mutterstädter sicher kein Vorteil war. Mutterstadt hatte zudem eine Überraschung parat, denn an Brett 6 bekam der Wormser Mannschaftsführer den spielstärksten Mutterstädter vorgesetzt. Nach einem passiven Springerrückzug übernahm der ehemalige Oberligaspieler der Mutterstädter durch ein Läuferopfer die Initiative und gegen den stark vorgetragenen Angriff gab es nichts mehr zu erfinden. Damit stand es bereits 0:2, da der jüngste Wormser schon nach weniger als 2 Stunden seine Partie aufgeben mußte. Überhaupt taten sich die Wormser heute schwer, denn selbst die stärksten Spieler der Wormser konnten sich bis dahin keine Vorteile erspielen. Werner an Brett 1 hatte leichten Raumvorteil, doch war kein Verwerten desselben zu erkennen. Remis im Endspiel war die konsequente Folge. Brett 2 hatte eine klare Gewinnstellung, unterschätzte aber den Gegenangriff seines Kontrahenten und mußte aufgeben. Brett 7 unterlief im Mittelspiel eine Ungenauigkeit, wonach auch sein Mehrbauer nicht mehr zum Gewinn ausreichte.
Zeitnotphase
Beim Stand von 1:4 näherte sich nun die Zeitnotphase an den 3 übrig gebliebenen Brettern. Die komplizierten Stellungen erforderten hohe Rechengenauigkeit und setzten alle Beteiligten unter einen enormen psychologischen Druck. Bereits ein einziges Remis und der Mannschaftskampf wäre für die Wormser verloren. Objektiv betrachtet hatte lediglich Patrick Boos mit einem Mehrbauer eine Gewinnstellung, nachdem sein Gegner eine Falle stellte, in die er selbst hineintappte. Die beiden anderen Bretter hatten die Remisbreite kaum überschritten.
Glückliches Ende
Aber Mutterstadt hatte nicht mit dem Kampfeswillen der Wormser gerechnet. Diese tricksten, drohten an beiden Flügeln, fesselten Figuren , stellten Fallen auf, doch auf alles wußten die Mutterstädter zunächst eine Antwort. Aber wie es immer so ist, nach mehr als fünfstündigem Kampf ermüdeten die Spieler allmählich und so stellte sich doch der entscheidende Fehler ein. Ein Qualitätsgewinn hier, ein Freibauer dort und schon stand es 4:4, ein Ergebnis, das niemand mehr für möglich gehalten hatte. Nach dem Unentschieden steht Worms nun auf Platz 2 der Tabelle, mit 32,5 Brettpunkten nur einen halben Punkt hinter Lambsheim und einen ganzen Punkt vor Mutterstadt. Es bleibt also spannend bis zur letzten Partie.
Gäste und Neumitglieder sind im Wormser Schachverein immer willkommen.
Der Spielabend findet dienstags ab 16.30 Uhr sowie freitags ab 17.30 Uhr im Hotel Boos in der Mainzer Straße 5 in Worms statt. Die Erwachsenen und Senioren kommen ab 19 Uhr zum Zug. Informationen bei Patrick Boos, Telefon 06241/52456 oder im Internet unter www.worms1878.de/