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  • Di., 22. Januar 2019, 12:13 Uhr
    Partei auf engagierten Wahlkampf eingeschworen / Programmparteitag folgt am 11. April

    Wormser SPD-Kandidaten zur Kommunalwahl stehen fest

    Gemeinsam möchten sich die Kandidatinnen und Kandidaten der Wormser Sozialdemokratie im Stadtrat einbringen.


    VON FLORIAN HELFERT Im 150. Jahr der Wormser Sozialdemokratie stehen im Mai des Jahres die Kommunal- und Europawahlen an und seit diesem Samstag steht auch die Liste ihrer Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat der Nibelungen- und Lutherstadt fest.

    Mit einem Filmeinspieler zu ihrer Historie stimmte Unterbezirksvorsitzender Jens Guth seine Genossen auf den Parteitag im Mozartsaal des Wormser Tagungszentrum ein, um in seiner Rede an kommende Herausforderungen zu erinnern: „Eine Partei mit dem Sprachgebrauch aus dem Dritten Reich klopft an die Tür unseres Stadtrates“, mahnte der ehemalige Spitzenkandidat in der Tradition Otto Wels.

    Ergänzend verdeutlichte er, dass Wahlen kein Erntedankgottesdienst darstellten – um sofort den Wert seiner Partei zu unterstreichen: „Hätten sich in der Vergangenheit Mehrheiten jenseits der SPD gefunden“, so Guth, „wäre vermutlich unser Tafelsilber der Wohnungsbau privatisiert worden.“

    Liste als Spiegelbild der Stadtgesellschaft

    „Aus unserem Förderprogramm für den Parteinachwuchs finden sich einige Kandidaten auf unserer Liste wider“, zeigte sich Jens Guth in Anbetracht einer verjüngten Liste beim nächsten Thema hingegen erfreuter. „Unsere Liste ist ein Spiegelbild aus der Mitte unserer Wormser Gesellschaft“, betonte Guth im Anschluss.

    So umfasse sie verschiedenste Alters- und Berufsgruppen sowie darüber hinaus auch unterschiedliche kulturelle beziehungsweise religiöse Hintergründe.

    Mehr Mitsprache für Bürger

    Dass die SPD Worms über weitaus mehr Vorschläge als Sitze im Stadtrat verfüge, bezeichnete der erneute Spitzenkandidat Timo Horst als „unser Pfund“. „

    Die zahlreichen Rückmeldungen aus unserer Kampagne ‚Sie sind uns wichtig – immer‘ werde ihren Niederschlag in unserem Kommunalwahlprogramm finden“, versprach Horst.

    Zudem versicherte er, den Weg für mehr Bürgerteilhabe freimachen und entsprechend Konzepte einbringen zu woleln.

    Nach seinem Studium im Silicon Valley möchte Jonas Deichelmann besonders gerne seine Expertise rund um Digitalisierung im künftigen Stadtrat einbringen.


    Zurückgezogene Kampfkandidatur

    Für ein kurzes Intermezzo sorgte im weiteren Verlauf der als Bojemääschter bekannte Markus Trapp, welcher in Wiesoppenheim als Ortsvorsteher kandidieren wird.

    „Wenn der Listenplatz für das Wahlergebnis irrelevant ist“, so Trapp, könne Jens Guth auf dem zwölften Platz ja mit ihm und seinem Listenplatz tauschen, auf dass Wiesoppenheim überhaupt erst auf den besseren Plätzen vertrete sei.

    Timo Horst entgegnete, dass Jens Guth ohnehin freiwillig bereits auf einen besseren Listenplatz verzichtet habe, um jüngere Personen eine Chance zu geben.

    Auch bereite eine Liste aufzustellen, immer sehr viel Kopfzerbrechen. Oder wie es Jens Guth formuliert hatte: Wer „Eigentlich müsste man auf der Liste weiter vorne stehen“ sage, habe Recht, denn jeder einzelne verdiene einen besseren Listenplatz.

    Markus Trapp zog seine Kampfkandidatur wieder zurück, da künftig gemäß seiner Bitte auch wieder stärker auf die Plätze der einzelnen Ortsvereine geachtet werden würde.

    Politik für Wormser

    Nachdem alle 52 Kandidatinnen und Kandidaten plus zwölf Ersatzpersonen nominiert waren, wurde der als Ortsvorsteher von Weinsheim scheidende Heinz Wößner mit der Willy-Brandt-Verdienstmedaille für sein unermüdliches Engagement geehrt.

    „Gemeinsam werden wir“, so Spitzenkandidat und SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst, „weiterhin Politik für alle Menschen, die in unserer Stadt leben, machen“.

    Wo die SPD hinwolle, werde sie beim Programmparteitag am 11. April konkretisieren und wo sie herkomme, beim Festakt zum 150. Jubiläum am 3. Mai im Lincoln.

    Der dienstälteste und scheidende Ortsvorsteher Heinz Wößner erhielt aus den Händen von Jens Guth, Maria Unterschütz und Timo Horst die Willy-Brandt-Verdienstmedaille. Fotos: Florian Helfert


     

    Die Kandidatien in der Reihenfolge ihrer Platzierung
    Timo Horst, Maria Unterschütz, Leon Giegerich, Patricia Sonek, Uwe Gros, Heidi Lammeyer, Pavel Zolotarev, Tatjanja Lietz, Dirk Beyer, Volker Janson, Margit Zobetz, Jens Guth, Daniela Kundel, Uwe Merz, Willi Fuhrmann, Maria Hilberg, Jonas Deichelmann, Alexandra Zäuner, Carlo Riva, Alexandros Stefikos, Monika Fischer, Ernst-Dieter Neidig, Edith Brodhäcker, Jens Thill, Serdar Uzatmaz, Silke Geppert, Klaus-Peter Fuhrmann, Rosemarie Schmidt, Walter Meisel, Pierre Tchokoute Tchoula, Patrick Mais, Anja Nettsträter, Hans-Herbert Rolvien, Norbert Haas, Carmen Stephan, Ralf Lottermann, Markus Trapp, Reinhard Westhäuser, Christoph Sippel, Simon Walther, Christiane Huth, Doris Franke, Dieter Bauer, Michaela Martin, Oliver Keller, Simone Merz, Jörg Köhnke, Dirk Dörsam, Ralf Hoh, Ingo Dörlam, Marcus Belica und Andreas Sackreuther.

    Die Ersatzkandidaten
    Nurlan Mammadov, Karl-Heinz Winkler, Ernst Brodhäcker, Moritz Kipp, Sebastian Scherer, Michael Scherer, Ralf Henn, Ulrike Neidig, Adam Ahnen, Nico Steinborn, Jürgen Falter sowie Hans-Walter Martin.

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