VON FLORIAN HELFERT Im Sondergutachten der Monopolkommission „Mehr Qualität und Wettbewerb auf die Schiene“ wird der Zielfahrplan des geplanten Deutschlandtakts laut Matthias Möller, Sprecher der Wormser Verkehrs- und Umweltverbände, konkretisiert. Die Haltepunkte des IC- und ICE-Netzes werden dem Vernehmen nach im September 2019 abschließend bestimmt.
„Ein Blick auf den Entwurf des Zielfahrplans offenbart“, beklagt sich Möller in einem Schreiben gegenüber Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, „dass unser Hauptbahnhof – im Gegensatz zu Städten ähnlicher Größe wie Bensheim, Weinheim, Darmstadt, Wiesbaden, Friedberg, Gießen, Wetzlar und Koblenz – als Halt für die Zugtypen A bis F nicht berücksichtigt wird“. Und zwar, obwohl die Linien FV 31 und 35 die Lutherstadt durchqueren werden.
Darum fordern die Wormser Umwelt- und Verkehrsverbände, den Wormser Hauptbahnhof im geplanten IC-Netz des Deutschland-Taktes regelmäßig, mindestens jedoch zweistündig, einzubinden. Hierfür verweist er auf eine erkennbare Nachfrage, etwa anhand der gezählt jährlich gezählten 300.000 Besuchern des Kaiserdomes, der jährlich 75.000 Fremdenverkehrsgästen oder der Einwohnerzahl. Zusätzlich verweist er in seinem Appell auf den Antrag der SchUM-Stadt auf das UNESCO-Weltkulturerbe sowie auf die wachsende Hochschule Worms.
„Regionalplanerisch kommt dem Wirtschaftsstandort Worms Teilfunktionen eines Oberzentrums zu, dessen Busbahnhof das Umland mit 172.000 Einwohnern im Taktverkehr einbindet“, begründet Matthias Möller das Ansinnen der hiesigen Verkehrs- und Umweltverbände darüber hinaus mit dem Wormser Einzugsgebiet. Zumindestens die im Zweistundentakt zwischen Hamburg und Mannheim über die linke Rheinstrecke und damit auch durch Worms verkehrende Linie 30 und die derzeit nur an Wochenenden von Norddeich-Mole zum Bodensee verkehrende Linie 35 sollten daher zukünftig regelmäßig in Worms halten.
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