Mi., 07.10.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 06. März 2019, 14:37 Uhr
    CDU Worms stellt eigene Ideen vor / Geschätzte Kosten von zehn Millionen Euro / Masterplan bis 2040 gefordert

    Wormser Union wirbt für Ausbau der Radwege

    Da die Abzweigweiche der Altrheinbahn in Richtung Rheindürkheim im Industriegebiet Nord von der Bahn abgebaut wurde, unterstützte die Union den Vorschlag des ADFC, entlang der ungenutzten Bahntrasse einen Radweg zwischen Osthofen und dem Industriegebiet zu errichten.

    Die Wormser CDU-Stadtratsfraktion und die CDU-Ortsbeiräte aus den umliegenden Wormser Stadtteilen wollen das Radwegenetz in der Nibelungenstadt so schnell wie möglich besser machen. In einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag erläuterte CDU-Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin die  Gründe. 


    „Wir können den Radverkehrsanteil von heute 14 Prozent auf fast das Doppelte bis im Jahr 2030 nur erreichen“, erklärt CDU-Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin, „wenn der Radwege-Ausbau entschieden angegangen wird!“ Monika Stellmann, die das Thema schon seit Monaten forciert, fasst zusammen: „Wenn wir wollen, dass mehr Menschen aufs Rad umsteigen, dann brauchen wir mehr und bessere Radwege.“ Stattdessen liegt Worms nach Angaben der Christdemokraten beim Radwege-Ausbau laut ADFC im unteren Drittel vergleichbarer Städte in Deutschland - Tendenz fallend. „Obwohl Worms mit seinen wenigen Regentagen und seiner flachen Topographie für Radwege prädestiniert ist“, wirbt auch CDU-Schriftführer Klaus Hartmann für einen Ausbau zugunsten des Fahrrades.


    Als vordringlich betrachtet Dr. Klaus Karlin vor allem überörtliche Radschnellverbindungen und die Anbindung der Vororte an die Innenstadt. Zudem fordern die Christdemokraten einen Masterplan für Radwege, der Konzepte und Umsetzung bis zum Jahr 2040 aufzeigt. Die Radwege zwischen den Stadtteilen seien zum Großteil unbefestigt und meist nur mit einer wassergebundenen Decke ausgebaut. Wichtig sind der Union auch attraktive und besser beleuchtete Schulradwege, die im Idealfall unter Mitwirkung der Schüler, Lehrer und Eltern geplant werden sollen. Als ersten Schritt hat Diplom-Ingenieur Alois Lieth alle bislang publizierten Radwegepläne für Worms digitalisiert und in einen Plan eingearbeitet, auf dessen Grundlage vier Radschnellwege gefordert werden.


    Idee eines Pilotprojektes Eisbachtal


    Die CDU macht sich außerdem stark für das Pilotprojekt Eisbachtal. Das Problem der Eisbachtaler Radfahrer: Die Anbindung an die Innenstadt wurde durch den Neubau der B47 abgeschnitten. Alternative Routen gebe es zwar, sie führen allerdings teils über matschige und stets über unbeleuchtete Radwege. Die Union schlägt als neue Route den Weg entlang der Eisbach vor, den sie beleuchten und asphaltieren möchte. Zudem soll die Strecke von Wiesoppenheim bis in die Vorstadt beleuchtet werden - im Idealfall energiesparend mit LED-Leuchten, die per Bewegungsmelder reagieren.


    Die Gesamtkosten für den von der Union vorgeschlagenen Ausbau von insgesamt 20 Kilometern schätzt die CDU auf etwa zehn Millionen Euro. Es gebe jedoch einen hohen Anteil an Fördermitteln. „Die Voraussetzung, dass diese beantragt werden können, ist jedoch, dass es eine Planung gibt“, sagt Stellmann, die daher nicht verstehen kann, warum damit seitens der Verwaltung nicht längst begonnen wurde. „Wir müssen nicht auf das Mobilitätskonzept warten“, betont Stellmann mit Blick auf gleichlautende Einwände der Verwaltung. Zwar spiele das Mobilitätskonzept in der Innenstadt aufgrund der komplexeren Verkehrslage seine Stärke aus, überörtliche Radwege hingegen könnten bereits heute angegangen werden, um die Lebensqualität in der Lutherstadt zu verbessern.


    Vier Radschnellwege vorgeschlagen


    Von Offstein bis zur Karl-Marx-Siedlung soll ein Eisbachtalradweg sowie von Pfeddersheim über Leiselheim bis zum westlichen Rand der Kernstadt ein Pfrimmtalradweg ausgebaut werden. Ein weiterer Radweg soll Abenheim über die Siedlung „In den Lüssen“ ebenso an die Kernstadt anbinden wie von Osthofen über Rheindürkheim ein weiterer Radweg das im Norden gelegene Industriegebiet an die nördlichen Stadtteile  anbinden soll.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige AmtsblattAnzeige Tip SüdhessenAnzeige Ticketshop
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige das WormserAnzeige 3 Füller 1