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  • Do., 23. Juni 2016, 08:57 Uhr
    LINKE erneuert Forderung nach Park & Ride und Anwohnerbeteiligung

    Wormser Variante des Berliner Flughafens

    Seit einigen Monate sind fehlenden Parkplätze, welche durch Schließung von drei Parkhäusern entstanden sind, das Hauptthema in Worms. Der Neubau des Parkhauses am Dom scheint aus Sicht der LINKEN die Wormser Variante des Berliner Flughafens zu werden. Obwohl eigentlich das Parkhaus schon bald genutzt werden sollte, ist dies noch lange nicht möglich, da bis heute noch nicht mal eine endgültige Planung vorliegt. Die Fraktion DIE LINKE im Wormser Stadtrat ist nach wie vor der Meinung, dass der Autoverkehr grundsätzlich aus ökologischen und ökonomischen Gründen drastisch reduziert werden soll. Dies hat der Fraktionsvorsitzende Sebastian Knopf während der Stadtratssitzung im März 2015 gegen den erbitterten Einspruch des Oberbürgermeisters vorgetragen. Die Fraktion regt an, das Park + Ride Angebot zu verbessern und vor allem auch das Parkhaus hinterm Bahnhof bewerben. Dort steht ein attraktives Parkhaus, welches nicht ausgelastet ist. Dies aber auch nur, weil keine Werbung für gemacht werden darf, da es gemäß Förderrichtlinien nur als Park & Ride Parkhaus für Bahnfahrer genutzt werden soll. Hier muss dringend eine Regelung mit dem Land getroffen werden, denn es ist nicht hinnehmbar, das Haus noch weiter halbleer stehen zu lassen.

    Ebenso ist es unverständlich, dass die Verhandlungen der Stadt über Carsharing mit den betroffenen Unternehmen seit Jahren nicht zum Abschluss gekommen sind. Stadtrat Franz Lieffertz regt an, den öffentlichen Nahverkehr in Worms deutlich zu verbessern. So müssten Angebote gemacht werden, damit am Wochenende Familien billiger in die Stadt fahren können und ihre Pkws zu Hause lassen. Auch sollten am Wochenende Park & Ride Plätze am Festplatz und in den Vororten angeboten werden und der verbilligte Parkschein als Fahrschein gelten. Somit könnte das von der Stadtverwaltung organisierte Chaos in etwas nützlichem umgewandelt werden. Die Umwelt und die Finanzen der Stadt würden davon profitieren. Weiterhin fordert DIE LINKE, die Anwohner rund um das Parkhaus am Dom stärker in den Planungsprozess einzubinden. „Anstatt das ganze hinter verschlossenen Türen in Ausschüssen zu diskutieren, ist endlich eine aktive Bürgerbeteiligung von Nöten. „Binden Sie die Menschen vor Ort schon in der Planung mit ein“, richtet Fraktionsvorsitzender Knopf seine Forderung an das Baudezernat.

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