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  • Mo., 22. Mai 2017, 17:30 Uhr
    Zukünftig heißt es „Nibelungen Weihnacht“ und die Attraktivität soll für Touristen gesteigert werden

    Wormser Weihnachtsmarkt wird teilerneuert

    Der Wormser Weihnachtsmarkt soll weiterentwickelt werden und zukünftig mehr Touristen anlocken. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Der Wormser Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek und die zuständige, städtische Bereichsleiterin Angelika Zezyk zogen im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag ein positives Fazit des Weihnachtsmarktes 2016. Der Besuch sei gut gewesen und auch der Umsatz der Schausteller hätte gestimmt. Eigentlich gebe es also keinen Grund, an dem Konzept etwas zu ändern, so Hans-Joachim Kosubek. Doch wolle man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern den Weihnachtsmarkt weiterentwickeln und ihn besonders für Touristen attraktiver machen. Diesbezüglich habe er sich mit Angelika Zezyk verschiedene andere Märkte angesehen und sich Ideen geholt. Wichtig sei dabei, dass der Wormser Weihnachtsmarkt ein Alleinstellungsmerkmal erhält, das Touristen anlockt und die Wormser dazu bringt, sich mehr mit Markt zu identifizieren.

    „Nibelungen Weihnacht“

    Die Nibelungen seien der große Markenkern von Worms, erläuterte der Bürgermeister, daher werde man auch den Weihnachtsmarkt unter dieses Thema stellen. Ab November 2017 heißt es daher „Nibelungen Weihnacht“ mit einem eigens dafür geschaffenen Logo, welches Hans-Joachim Kosubek gleich darauf präsentierte. Das Logo wurde Arnulf Kienast und dem Künstler Eichfelder entwickelt und ist in Gold gehalten. Wobei das Gold für den Nibelungenschatz steht.

    Weiter führte Hans-Joachim Kosubek aus, dass es keinen kompletten Neustart des Wormser Weihnachtsmarktes gebe, vieles bliebe erhalten, einiges Neue werde aber kreiert. Wobei die Veränderungen als Prozeß gesehen müssten, der erst in einigen Jahren abgeschlossen ist. Nun werde es Gespräche mit Vereinen, Schaustellern sowie der Kultur und Veranstaltungs GmbH (KVG) geben, was aus dem Nibelungenthema aufgriffen werden sollte. So könne etwa der Glühwein, ebenso wie Speisen, einen speziellen Namen erhalten. Zum neuen Konzept gehörten sicher auch Element aus der Ritterzeit, aber man wolle keinen ausgesprochenen Mittelaltermarkt. Der Weihnachtsmarkt solle kein zweites Spectaculum werden.

    Christliche Werte

    Vieles sei momentan noch im Fluss und müsse sich erst entwicklen, so der Bürgermeister. Aber man gehe die Sache positiv an und hoffe auf zahlreiche gute Ideen, sodass die „Nibelungen Weihnacht“ sukzessive weiterentwickelt werden könne. Angelika Zezyk ergänzte hier, dass „Nibelungen Weihnacht“ nicht nur für den eigentlichen Weihnachtsmarkt stehen, sondern für viele Aktivitäten im winterlichen Worms. Die christlichen Werte des Weihnachtsmarktes sollten aber erhalten bleiben, so Hans-Joachim Kosubek.

    Keine Eisbahn und kein Silvestermarkt

    Der Wormser Weihnachtsmarkt, oder wie es jetzt heißt, die „Nibelungen Weihnacht“ öffnet am 27. November seine Pforten und geht bis zum 23. Dezember. Einen Silvestermarkt, nach den Weihnachtsfeiertagen, werde es in Worms nicht geben. Die rund 50 Buden werden auch 2017 auf dem Obermarkt, in der Hardtgasse, in der Kämmererestraße sowie am Römischen Kaiser stehen. Auch drei Wechselbuden sind wieder eingeplant, die allerdings schon zu 90 Prozent ausgebucht sind. Der Lutherplatz bleibe für Buden gesperrt, doch könnten hier durchaus einzelnen Veranstaltungen geben.
    Eisbahn wird es zum bedauern von Hans-Joachim Kosubek nicht geben, da es zurzeit keinen geeignet Platz gebe. Dies könne sich aber ändern, wenn der Ludwigsplatz saniert sei.
    Zum Thema Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt konnte Angelika Zezyk noch keine weiterführenden Informationen geben. Dies müsse noch mit der Polizei erörtert werden.

    Startschuss, aber nicht mehr

    Ein großes, neues Konzept für den Wormser Weihnachtsmarkt wurde am Montag nicht präsentiert, vielmehr ist es die Fortentwicklung des bisherigen Marktes. Ob aus den zahlreichen, guten Ideen eine faszinierende „Nibelungen Weihnacht“ wird, die viele Touristen anlockt, muss die Zeit zeigen. Wobei für die meisten Besucher aber sicher ohnehin gilt, das Wichtigste am Weihnachtsmarkt ist es, nach Feierabend ein paar Freunde zu treffen, eine leckere Kleinigkeit zu essen und ein oder auch zwei Glühwein zu trinken.

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