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  • Mo., 17. Juni 2019, 11:16 Uhr
    Wiesoppenheimer Köchin Annette Glücklich zeigte bei „Top Chef Germany“, dass sie mit den Profis mithalten kann

    Wormserin ist beste Köchin Deutschlands

    Hat es bis ins Finale und auf einen grandiosen zweiten Platz geschafft – Wiesoppenheimerin Annette Glücklich kocht sich erfolgreich an die Spitze bei „Top Chef Germany“. Foto: SAT.1 / André Kowalski


    Von Leonie Ahlert | Bei „Top Chef Germany“ ging es wirklich heiß her – und das nicht nur am Herd. Die Wiesoppenheimerin Annette Glücklich hat sich wacker ins Finale gekämpft, sie ist die einzige Frau, die es so weit geschafft hat. Somit ist sie, auch wenn es für den ersten Platz nicht ganz gereicht hat, doch die beste Köchin der Sendung geworden.

    Die Jury entschied sich nach einem spannenden Showdown, in welcher Glücklich und ihr Konkurrent Franz-Josef Unterlechner den Gästen ein erstklassiges Drei-Gänge-Menü präsentierten, für Unterlechners Gerichte. Das anwesende Publikum jedoch sah das Menü von Annette Glücklich klar an der Spitze – ganze 80 Prozent der Stimmen gingen an die Köchin aus Wiesoppenheim.

    Gegen starke Konkurrenz

    In der Show musste sie der Jury beweisen, was sie kann, und sich gegen die starke Konkurrenz aus Profiköchen durchsetzen. Den Männern zeigen, dass sie mit ihnen mithalten kann, das hat sie definitiv geschafft. Das sei nicht immer einfach gewesen, erzählte sie dem Nibelungen Kurier kürzlich in einem Gespräch. „Ich habe gezeigt, dass ich direkt sein kann, aber ich musste auch einiges in meiner Laufbahn als Köchin einstecken“, sagt sie.

    Wie sie das alles trotz dem Druck gestemmt hat, überrasche sie teilweise selbst. „Wenn man später darüber nachdenkt, was man gerade geleistet hat, macht mich das wirklich stolz“, lächelt sie. „Während des Kochens habe ich gelernt, dass ein Gericht nicht gleich das bessere ist, nur weil es viele Komponenten beinhaltet. Ich habe mich lieber auf einige wenige beschränkt und diesen dann die ganze Aufmerksamkeit gewidmet.“ Die Uhr tickt direkt nach der Verkündung der jeweiligen Aufgabe unerbittlich los. Viel Zeit sich da ein besonders kreatives Gericht zu überlegen bleibt da nicht. „Wir mussten schnell überlegen, was uns bei der gestellten Challenge wichtig ist“, so Glücklich, „möchte ich ein bestimmtes Produkt? Ist mir beim Anrichten das besondere Porzellan wichtig? Um das zu beantworten muss man sich früh sammeln.“

    „Versucht, spontan 
zu reagieren“

    Da von allen Produkten in dem auswahlreichen Warenlager immer nur ein limitiertes Angebot für alle vorhanden war, führte das natürlich schnell zu Konflikten und Stress. „Ich habe versucht immer sehr spontan zu agieren. Bei manchen Gerichten hatte ich nur ein Stichwort im Kopf und habe darauf das letztendliche Rezept aufgebaut.“ Wichtig sei es besonnen zu handeln, sich nicht parallel auf alles zu stürzen und sich schnell zu beruhigen, sollte es einmal stressig werden.

    Auf die Frage, wie es nun für sie weitergeht, antwortet Annette Glücklich ganz gelassen: „Für uns geht jetzt erstmal der normale Alltag wieder los. Mit meiner Catering-Firma und vielen geplanten Veranstaltungen sowie der Rezept-
entwicklung sind wir gerade gut aufgestellt.“

    Viele neue Erfahrungen

    Und was nimmt sie von „Top Chef Germany“ für sich persönlich mit? „Viele neue Erfahrungen“, lacht sie. „Die Show hat mein Selbstbewusstsein enorm gestärkt und ich fühle mich in der Art und Weise wie ich koche bestätigt und das freut mich natürlich.“

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