Fr., 30. Oktober 2020, 12:57 Uhr
SPARKASSE WORMS-ALZEY-RIED: Weltspartag unter Corona-Bedingungen
Wunsch zu sparen ist groß
Traditionell erinnern die Sparkassen am 30. Oktober mit dem Weltspartag an die Vorteile des regelmäßigen Vermögensaufbaus. Angesichts der aktuellen Corona-Lage wurde das Konzept für 2020 angepasst. Diese Anlagen können bis in den Dezember hinein abgeschlossen werden. Das beliebte Gewinnspiel zu diesem besonderen Tag wird online durchgeführt. Kinder können schätzen, wie viele Zuckermäuse sich auf einem Bild verstecken. Der Wunsch zu sparen ist trotz Coronakrise und gerade bei den jungen Menschen groß. Das hat der Deutsche Sparkassen-und Giroverband in seiner repräsentativen Umfrage "Vermögensbarometer 2020: Die Deutschen und ihr Geld" ermittelt. Insbesondere junge Menschen wollen mehr sparen.
Finanzielle Zufriedenheit hoch
Die Corona-Pandemie ist eine Belastungsprobe für die Gesellschaft. Dennoch ist die finanzielle Zufriedenheit der Menschen in Deutschland unverändert hoch, wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) in einer repräsentativen Umfrage zum Weltspartag ermittelt hat: 42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mit ihrer finanziellen Situation momentan zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind. Unter den Jüngeren sind es sogar 46 Prozent. Überraschenderweise ist die finanzielle Zufriedenheit der Deutschen im Vergleich zu 2019 nur um einen Prozentpunkt zurückgegangen. Dieses Ergebnis sei trotz der aktuellen Situation das zweithöchste seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Und das, obwohl 39 Prozent der Befragten aufgrund der Corona-Krise Einnahmeeinbußen hinnehmen mussten, zehn Prozent sogar gravierende. In größerem Umfang betroffen sind insbesondere Freiberufler, Selbstständige sowie Auszubildende. Bei den Jüngeren ist mit 46 Prozent nicht nur der Anteil der Zufriedenen höher als im gesamten Durchschnitt – auch die Zahl der Unzufriedenen ist mit 16 Prozent um zwei Prozentpunkte niedriger. Am unglücklichsten sind übrigens die 50- bis 59-Jährigen: Nur 36 Prozent von ihnen bewerten ihre aktuelle finanzielle Situation als gut oder sehr gut. Außerdem schauen die 14- bis 29-Jährigen auch deutlich optimistischer in die Zukunft: 63 Prozent von ihnen gehen innerhalb der nächsten zwei Jahre von einer Verbesserung ihrer Finanzen aus. Über alle Altersgruppen hinweg sind es mit 33 Prozent fast nur halb so viele.
Altersvorsorge: „Betongold“ nicht mehr unter den Top 3
Auch im Bereich Altersvorsorge gibt es eine Überraschung: Die selbst genutzte Immobilie gehört nicht mehr zu den Top 3 der Geldanlagen für das Alter. Investmentfonds holten laut Vermögensbarometer 2020 um drei Prozentpunkte auf und nehmen nun mit 27 Prozent den dritten Rang ein. Lebensversicherungen führten mit 38 Prozent nach wie vor die Liste der wichtigsten Vorsorgeformen an, gefolgt von Rentenversicherungen mit 34 Prozent.
Nachhaltige Geldanlagen sind kein Nischenprodukt mehr
Neben der Corona-Pandemie spiegelt sich eine weitere gesellschaftliche Entwicklung in einem aktuellen Finanztrend: Nachhaltigkeit. Der bewusste Umgang mit Ressourcen wird auch bei der Geldanlage immer wichtiger.
Knapp ein Drittel der Befragten habe sich bereits mit nachhaltigen Geldanlagen beschäftigt. Damit seien sie kein Nischenprodukt mehr, sondern erfreuten sich unter Privatanlegern wachsender Beliebtheit. Vor allem Jüngere und Menschen mit höheren Einkommen hätten überdurchschnittlich großes Interesse daran.