Mi., 26.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 26. August 2020, 11:51 Uhr
    WORMS: Generalkonsulin des Staates Israel besucht SchUM-Stätten / Besuch auf dem „Heiligen Sand“

    „Wurzel des europäischen Judentums“

    Die Generalkonsulin Sandra Simovich trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein.


    Sandra Simovich ist die einzige Generalkonsulin des Staates Israel in der gesamten Europäischen Union. Nun bereiste die Generalkonsulin die SchUM-Städte Speyer und Worms. Im Wormser Rathaus nahm Oberbürgermeister Adolf Kessel Sandra Simovich in Empfang. Für die Generalkonsulin ist Worms kein unbeschriebenes Blatt: „In Israel sind die SchUM-Städte sehr bekannt und auch Unterrichtsthema“, berichtete sie im engen Kreis. Denn auch wenn Israel und Deutschland glücklicherweise wieder gute Beziehungen pflegen, seien Sicherheit und Schutz nach wie vor ein wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit jüdischem Leben in Deutschland, machte OB Kessel deutlich.

    Die SchUM-Stätten haben für die Generalkonsulin eine ganz besondere Bedeutung, was im Gespräch deutlich spürbar wird. „Sie zeigen, welche Rolle das Judentum in der deutschen Geschichte spielt“, unterstreicht sie. Dem kann Anna Kischner, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Mainz/Worms, nur zustimmen: „Viele große Rabbiner kommen aus Worms. Die Stadt war früher quasi ein Zentrum für europäische Juden.“ Noch heute habe Worms eine große Bedeutung für das Judentum und gelte als Wurzel des europäischen Judentums.

    Doch Worms weist auch in der jüngeren Geschichte einige Besonderheiten auf: Die Synagoge wurde nach dem Pogrom wieder aufgebaut und 1961 wiedereröffnet, obwohl es zu der Zeit keine jüdische Gemeinde mehr in Worms gab. „Dieser Wiederaufbau war ein nationales Projekt bis hinauf auf Bundesebene und ein Zeichen der Anerkennung und der Bedeutung des Judentums für Deutschland“, so Stadtarchivar und Leiter des jüdischen Museums, Dr. Gerold Bönnen. Das jüdische Museum im Raschihaus war zudem bei seiner Eröffnung das erste jüdische Museum in Rheinland-Pfalz. Neben der Bedeutung der Stadt für das Judentum stand natürlich auch die UNESCO-Bewerbung im Mittelpunkt des Besuchs. Und diesbezüglich ist sich die Generalkonsulin sicher, dass auch die UNESCO die Bedeutung der SchUM-Stätten für das Judentum und für die deutsche Kultur anerkennen wird. „Die jüdische Gemeinde in Worms war immer stolz, ein Teil der Gemeinschaft zu sein“, kann Dr. Gerold Bönnen nur bestätigen.

    Im Anschluss an ihre Stippvisite im Rathaus besuchte die Generalkonsulin den jüdischen Friedhof „Heiliger Sand“, den ältesten jüdischen Friedhof Europas, und die Synagoge, um sich selbst ein Bild von den bedeutenden Monumenten zu machen. Das Generalkonsulat des Staates Israel in Deutschland (München) ist ein noch recht junges Konsulat (seit 2011) und zuständig für die süddeutschen Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige AmtsblattAnzeige das Wormser
    Anzeige Tip SüdhessenAnzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige Ticketshop