Sa., 10. August 2013, 08:59 Uhr
Mannheimer Schmusebarde begeisterte bei Jazz&Joy / Moses Pelham überrascht als Special Guest
Xavier Naidoo verzauberte mit außergewöhnlicher Stimme
VON BENJAMIN KLOOS Gute Stimmung, perfektes Wetter und einen wunderbaren musikalischen Auftakt von Jazz&Joy versprachen sich die Besucher des rasch ausverkauften Sonderkonzertes am Freitag Abend - und sie wurden nicht enttäuscht. Als um 21 Uhr Xavier Naidoo die Bühne auf dem Platz der Partnerschaft betrat, brandete Applaus aus - dieser sollte sich im Lauf des Sonderkonzertes des diesjährigen Jazz&Joy aufgrund der außergewöhnlichen Stimme des Mannheimer Schmusebarden und der wunderbaren Atmosphäre vor dem Dom ins Grenzenlose steigern.
Mit sanften Tönen, gepaart mit rockigen Nuancen seiner Musik, zauberte Naidoo bei einem hohen Schreifaktor ein glückliches Lächeln auf unzählige Gesichter.
Neben seinen neuen Stücken streute Naidoo immer wieder gekonnt Klassiker aus den vergangenen Jahrzehnten mit ins Programm ein. So erklang aus hunderten Kehlen das Liebeslied „Ich kenne nichts (das so schön ist wie Du)" - und nichts konnte für die Konzertbesucher an diesem Abend schöner sein als Xavier Naidoo und seine Lieder. Überraschenderweise erfreute er seine immer begeisterten Zuhörer kurzfristig 120 statt der geplanten 90 Minuten.
Tosender Jubel brandete auf, als zum Lied „Bei meiner Seele" ein besonderer Gastmusiker die Bühne betrat: Moses Pelham. Bereits seit einiger Zeit arbeiteten die beiden Künstler, die nach einem erfolgreichen Zusammenwirken zu Beginn von Naidoos Karriere und einem folgenden Rechtsstreit noch vor wenigen Jahren kein Wort miteinander wechselten und als tief verfeindet galten, zusammen. Aber mit einem Auftritt des gebürtigen Frankfurters Pelham in Worms hatten wohl nur die wenigsten gerechnet.
Der Begriff „Wunder von Worms" wäre vielleicht etwas zu hoch gegriffen, aber das Staunen und der Jubel unter den Fans sprach Bände. Besonders, als die beiden Stimmwunder gemeinsam noch zwei weitere Lieder darboten und sich Pelham anschließend vor Naidoo verbeugte.
Sichtlich zufrieden zeigte sich Xavier Naidoo ob der ausgezeichneten Akustik auf dem Platz der Partnerschaft. Als er nach Zurufen aus dem Publikum den Dom für diese ausfindig machte, wollte er diesen gleich für seine künftigen Konzerte mitnehmen. Generell sorgte er mit Lokalkolorit immer wieder für begeisterte Jubelstürme unter seinen Fans. So rief er diesen zu, dass „das letzte Mal, dass ich in Worms so viele Menschen gesehen habe, auf dem Backfischfest" gewesen sei. Er bedauerte, dass er noch niemals zuvor in der Nibelungenstadt gesungen habe, „das liegt wohl an der räumlichen Nähe zu Mannheim", wie Naidoo meinte.
Das Konzerterlebnis genossen nicht nur die Fans auf dem Platz der Partnerschaft. Auch in der Ringanlage hatten sich zahlreiche Musikfreunde eingefunden, um auf Decken und im Grünen den Klängen, die über die historische Stadtmauer hinweg wehten, zu lauschen. Auch hier machte sich rasch Begeisterung breit - Xavier Naidoo sorgte für einen rundum gelungenen Auftakt der diesjährigen Auflage von Jazz&Joy.
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