So., 13. Juni 2021, 18:16 Uhr
MOBILITÄTSAUSSCHUSS: Einstimmigkeit bei SPD-Antrag über Einsatz von Messgeräten entlang von Radwegen
Zählstellen sollen Daten für Planungen liefern
VON STEFFEN HEUMANN | Eine verlässliche und umfassende Datengrundlage sei wichtig, um festzustellen, wie sich die Zahl der Radfahrer auf den angebotenen Radwegen aus den Vororten in die Stadt entwickelt, insbesondere, ob das Angebot durch Berufspendler angenommen werde, so die SPD-Stadtratsfraktion in ihrem Antrag, wonach die Verwaltung prüfen möge, ob die Aufstellung von 4 automatischen und gegebenenfalls mobilen Dauerzählstellen entweder als reine Zählstelle oder gleichzeitig als sichtbare Darstellung in Form einer Säule mit digitaler Anzeige neue Erkenntnisse für die Radverkehrsplanung zutage fördern könnte. Als Nebeneffekt der Anzeigetafeln sehen die Sozialdemokraten einen Anreiz, um auf das Rad als Fortbewegungsmittel umzusteigen.
Planung vor dem Bau neuer Radwege berücksichtigen
Christian Engelke, Die Grünen, unterstützte das Vorhaben im Mobilitätsausschuss, da man in der Tat mehr Daten benötige. Baudezernent Uwe Franz ergänzte, dass man geeignete Stellen zwecks Aufstellung von Zählstellen eruieren müssen. Zudem gab Franz zu bedenken, dass das Thema Vandalismus bei der Auswahl von Geräten eine weitere Rolle spiele. Alfred Koch, FDP, hoffte, dass Fördermöglichkeiten für das Projekt ausgelotet werden können. Alexandra Zäuner, SPD, verwies auf die Option mobiler Zählgeräte, die im Wechsel eingesetzt werden könnten. Sinnvoll sei es auch, die Planung solcher Geräte frühzeitig zu berücksichtigen, damit man nicht nachträglich Induktionsschleifen in den Asphalt neuer Radwege integrieren müsse.
Gabriele Adams vom Bereich Verkehrsplanung, fügte an, dass es mit der Beschaffung und der Aufstellung diverser Geräte nicht getan sei. Denn der Aufwand und die Auswertung durch die Mitarbeiter steige auch mit der Anzahl der Messgeräte, die im Einsatz seien, um die gewünschten Daten zu erfassen und auszuwerten.