Bereits zum dritten Mal beteiligen sich die beiden städtischen Integrationsbeauftragten, Sabine Müller und Elisabeth Gransche, mit einer Aktion zur Vielfalt am Deutschen Diversity-Tag. Dieses Mal bieten sie in Zusammenarbeit mit der Spiel- und Lernstube an der Ernst-Ludwig-Schule und dem Schmiede-Pädagogen Joachim Harbut am Dienstag, 9. Juni von 15 bis 17 Uhr einen Schmiedeworkshop auf dem Wormser Marktplatz an.
Kinder erfahren in ihrem Alltagsumfeld viel Machtlosigkeit und Rahmenbedingungen, die ihre Mitwirkungsmöglichkeiten einschränken. Beim Schmiedeworkshop machen die Kinder unter pädagogischer Anleitung von Joachim Harbut die Erfahrung, dass Wille, Kraft und Knowhow selbst härtestes Material formen können. „Das Eisen schmieden, solange es heiß ist“ unterstreicht als Metapher die Einsatzbereitschaft, die Fähigkeit, eine Herausforderung zeitnah anzunehmen, und die eigene Tatkraft. Harbut versteht seinen Workshop als Beitrag zur gesellschaftlichen Integration der Grundschulkinder mit sozialem Brennpunkt- und Migrationskontext, indem er ihnen durch das Schmieden selbst entworfener Zauberstäbe einen Möglichkeitsraum eröffnet, sich nonverbal einzubringen und ein Selbstvertrauen stiftendes Erfolgserlebnis zu haben.
Dabei werden aus Metall, Stahl und Fundstücken nach eigenen Ideen und mit eigenen Händen Werke von Dauer geschaffen. Ein völlig freies und offenes Klima ermöglicht dabei die Sensibilisierung für einen künstlerischen Schaffensprozess.
„Mit den Ideen der Kinder zu arbeiten ist das Ziel. Was man braucht, ist die Zuwendung zu dem anderen hin. Man kann nicht scheitern, weil man bei unserer Arbeit lernt, zu den Dingen zu stehen und dadurch auch zu sich selbst. Vielfalt tut gut. Je mehr verschiedene ethnische Gruppen an der Schmiede-Aktion teilnehmen, umso größer ist der Erfolg“, so der Schmiede-Pädagoge über seine Intension, der Vielfalt Raum zu geben. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen.
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