Mi., 23. März 2022, 15:01 Uhr
FRIDAYS FOR FUTURE: Am Freitag um 10 Uhr findet der nächste Klimastreik in Worms am St.-Albans-Platz statt
Zehnter globaler Klimastreik in Worms
Für diesen Freitag ruft die Wormser Ortsgruppe von Fridays For Future zum zehnten Mal zum globalen Klimastreik auf. Der Streik beginnt um 10 Uhr am Bahnhofsvorplatz (St.-Albans-Platz). Deutschlandweit werden an über 180 Orten Klimastreiks veranstaltet, weltweit geht die Bewegung auf fünf Kontinenten hundertfach auf die Straße. International stellen sich die Demonstranten unter dem Motto #PeopleNotProfit gegen die Priorisierung von Kapitalinteressen über Menschenrechte und Ökosysteme.
Die Initiatoren beanstanden leben ein System, das auf Kosten vieler geht, um den Nutzen weniger Privilegierter und Profite zu garantieren. Besonders leiden Menschen in Gebieten, die schon jetzt von den Klimawandelfolgen betroffen sind. Das sind Verlust der Heimat durch den steigenden Meeresspiegel ebenso wie das Leid, das Dürre, Vertreibung oder Kriege mit sich bringen, die zu dem Zweck der Ausbeutung von Mensch und Natur geführt werden. Den Leidtragenden der Klimaungerechtigkeit ist dieser Streik gewidmet. #PeopleNotProfit ist die unmissverständliche Forderung an die Politik: Stellt endlich Menschen in den Mittelpunkt des Handelns! Klimaschutz muss sozial und global gerecht sein.
Der neuste IPCC-Bericht zeigt: Es gibt kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem . Regierungen weltweit wissen, dass die Klimakrise Menschen tötet, Natur zerstört, die Welt ärmer macht und dass sich ihre Folgen mit jedem Zehntelgrad weiterer Erderwärmung weiter intensivieren. Außerdem destabilisiert eine eskalierende Klimakrise auch viele andere Systeme. Deshalb ist konsequente Klimapolitik ein integraler Bestandteil stabiler Demokratien, sicherer Lebensmittelversorgung und sozialer Gerechtigkeit.
Darum wird, auch in größter Solidarität zur ukrainischen Zivilbevölkerung und dem Widerstand in Russland und Belarus , zum Klimastreik aufgerufen. Es braucht aus Sicht von Fridays for Future jetzt einen schnellen und gerechten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas und den entschlossenen Einstieg in die erneuerbaren Energieträger. Frieden und Klimagerechtigkeit waren nie untrennbarer als jetzt.