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  • Di., 02. Juni 2015, 20:11 Uhr
    Gedenktafel aus dem Bestand des Horchheimer Sängerbundes fand im Eingangsbereich der Friedhofskapelle einen würdigen Platz

    Zeitzeugnisse für die Nachwelt erhalten

    Dezernent Uwe Franz, Günter Hammerle, Walter Schubert, Thomas Scholz, Ortsvorsteher Volker Janson und Karl Heinz Dlugosch begutachten die beiden Gedenktafeln, die in der Friedhofskapelle einen neuen Platz gefunden haben (von links).


    Jahrelang lagerte sie vergessen und versteckt zwischen Gerümpel in einer Scheune – erst im vergangenen Jahr tauchte sie bei einer Entrümpelungsaktion wieder auf: eine Gedenktafel aus dem Bestand des Horchheimer Sängerbundes. Den Ursprung genommen hatte der Fund in der Fusion des Männergesangvereins und des Sängerbundes. „Im Zuge dessen haben wir dann auch das Lager des Sängerbundes entrümpelt und sind auf die Tafel gestoßen“, berichtet Thomas Scholz, Vorsitzender der  Chorgemeinschaft. Das historische Stück stammt aus dem Jahre 1929 und erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Vereinsmitglieder.

    Aufgrund der unsachgemäßen Lagerung sei die Tafel stark ramponiert gewesen, erzählt Scholz. Die beiden Vereinsmitglieder Walter Schubert und Günter Hammerle erkannten jedoch das Potenzial des Fundstückes, sodass es statt auf den Müll in die Werkstatt wanderte. „Der Text war mit Farbe beschmiert, der Rahmen beschädigt“, erinnert sich Walter Schubert. Vorsichtig entfernten die beiden die Farbe und legten das glücklicherweise unbeschädigte Textfeld frei. Walter Schubert baute darüber hinaus einen neuen Rahmen.

    Würdigen Platz gefunden
    Nun, wo die Gedenktafel wieder so gut in Schuss ist, hat sie auch einen würdigen Platz gefunden: Sie hängt im Eingangsbereich der Friedhofskapelle. Ihr gegenüber hat eine weitere Gedenktafel eine neue Heimat gefunden. Das aus dem Heimatmuseum stammende Stück erinnert an die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkrieges. Gestiftet hat die Tafel der Leiter des Heimatmuseums, Karl Heinz Dlugosch.

    Im Namen der Stadt bedankte sich Dezernent Uwe Franz für das Engagement der Beteiligten: „Dank Ihrer Hilfe bleiben diese beiden Zeitzeugnisse für die Nachwelt erhalten. Und in der Friedhofskapelle haben die Tafeln einen würdigen Platz gefunden.“ Und Ortsvorsteher Volker Janson ergänzte: „Wir können stolz darauf sein, dass es Bürger gibt, die sich so für ihren Stadtteil einbringen.“

    Nur der Anfang…
    Doch die beiden Tafeln sollen erst der Anfang sein. Die Gruppe um Walter Schubert und Günter Hammerle sucht weitere Zeugnisse dieser Art, die möglicherweise im Vergessenen schlummern. Besitzer können sich bei Günter Hammerle melden (06241/3568), der Bilder und ähnliche historische Überbleibsel sammelt und restaurieren lässt. Der Fotograf Johannes Krieg hat sich bereit erklärt, alte Fotos aufzubereiten.

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