Do., 11. Februar 2021, 10:07 Uhr
FAHRRADSTRASSE: AfD-Antrag findet keinen Konsens im Stadtrat / Testphase hat weiter Bestand / Nutzungsakzeptanz steigend
Ziel bleibt durchgängige Verbindung zum Marktplatz
VON STEFFEN HEUMANN | Gemäß Antrag plädierte die AfD dafür, die am 4. Mai 2020 begonnene und für ein Jahr konzipierte Testphase „Fahrradstraße Speyerer Straße auf dem Teilstück zwischen der Schönauer Straße und der Gutleutstraße“ vorzeitig abzubrechen. Als Begründung nannte die AfD die geringe Akzeptanz unter Auto- wie auch Fahrradfahrern sowie das Dilemma, dass seitens der Polizei und Verwaltung die dortigen „unsinnigen“ Regelungen auch kontrolliert und Verstöße geahndet werden müssen. Zudem habe man auf eine Auswertung der durchgeführten Analyse bislang vergeblich warten müssen.
„Die Daten mehrerer Erhebungen werden noch zusammengeführt“, erläuterte Dezernent Uwe Franz den Sachstand. Allerdings sei durchaus konstatiert worden, dass die Nutzungsakzeptanz unter Radfahrern gestiegen sei. Im Grundsatz gelte es eine Lösung herbeizuführen, die eine durchgängige Fahrradroute aus Richtung Eisbachtal zum Marktplatz zu gewährleisten. Annett Böttner, Abteilungsleiterin Stadtinfrastruktur, ergänzte, dass die Erhebung abgeschlossen und die Ergebnisse durchaus aussagefähig und eindeutig seien. Allerdings verneinte Böttner den Vorschlag von Alfred Koch, FDP, mit dem Ausbau der Straße sofort zu beginnen. Erst ab 2024 oder sogar später stehe das seitens der Verwaltung auf der Agenda, wie die Abteilungsleiterin hinzufügte.
Am Ziel wolle man festhalten, wie die Umsetzung erfolge, sei ergebnisoffen, so Uwe Franz abschließend, ehe der AfD-Antrag mit großer Mehrheit bei 5 Enthaltungen und 7 Ja-Stimmen abgewiesen wurde.