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  • So., 07. Juli 2024, 14:47 Uhr
    Kartoffel- und Zuckerübenanbauer: Helen Pfitzner als neue Koordinatorin für Forschungsnetzwerke und Wissenstransfer im Zusammenhang mit der Schilf-Glasflügelzikade (ZikaNet) 

    Zikaden gefährden hiesige Agrarwirtschaft massiv

    Eine Schilf-Glasflügelzikade an einer Rübenpflanze.


    Vor wenigen Jahren war die Schilf-Glasflügelzikade allein als Krankheitsüberträger von SBR (Syndrom niedriger Zuckergehalte) in Zuckerrüben bekannt. Vor zwei Jahren ist festgestellt worden, dass sie auch Überträger der Bakteriellen Kartoffelknollenwelke ist. Weitere ackerbaulich genutzte Pflanzen und auch im Gemüseanbau relevante Kulturen sind von den durch Zikaden übertragenen Krankheitserregern betroffen. Trotz großer Forschungsbemühungen gibt es bisher weder alle notwendigen Grundlagen noch Lösungen für die betroffenen landwirtschaftlichen Kulturen. Diese Situation ist gefährlich, da die Zikaden-Populationen tendenziell jedes Jahr zunehmen, sich verbreiten und den verursachten Schaden vergrößern. 

    „Mit der Ausweitung des Wirtskreises der Zikaden und auch der Ausweitung auf andere Zikadenarten ist es von enormer Bedeutung, Wissen über Institutionen, kulturspezifische Organisationen, sowie verschiedene Märkte oder Verbände hinaus zu sammeln und mit allen Stakeholdern zu teilen“, sagt Dr. Christian Lang, Geschäftsführer des Verbandes der Hessisch- Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V.

    Wissen bündeln und kommunizieren
    „Und nicht nur das, sondern auch die Ausweitung der Zikaden in nördliche Gebiete kann ihre Relevanz noch weiter erhöhen“, ergänzt Dr. Sebastean Schwarz, Geschäftsführer der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V., UNIKA. „Deshalb ist es sehr wichtig, Wissen zu bündeln und zielgerichtet zu kommunizieren.“ 

    Aus dieser Einstimmigkeit heraus wurde die Stelle zur „Koordinatorin für Forschungsnetzwerke und Wissenstransfer (ZikaNet)“ gemeinsam geschaffen und zum 1. Juli mit Helen Pfitzner besetzt. Sie war in den Projekten NIKIZ, SONAR und ENTOPROG tätig, die sich mit unterschiedlichen Fragestellungen des Pflanzenschutzes und insbesondere auch Zikaden befassen. „Wir haben somit eine Expertin für die neuen Krankheiten bei Rüben, Kartoffeln und weiteren Kulturen gewinnen können, die mit Fachwissen und Vernetzung in die größten Projekte im Bundesgebiet die neue Aufgabe angehen kann“, erklärt Walter Manz, Vorsitzender des Verbandes der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V. 

    Durch ihre vorherige Tätigkeit im Julius-Kühn- Institut in Dossenheim und die Koordination in der Forschungsgemeinschaft Zuckerrübe Südwest ist Ptzuner mit der wissenschaftlichen Arbeit sowie Kooperation vertraut. 

    Im Sinne der gesamten Agrarwirtschaft
    Olaf Feuerborn, Vorsitzender der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e. V., UNIKA ist überzeugt davon, dass man hier „richtige und wichtige Weichenstellungen für eine Zusammenarbeit im Sinne der gesamten Agrarwirtschaft betreibe“. Feuerborn sieht gemeinsam mit Manz hier eine Schlüsselaufgabe zur Eröffnung neuer Aktivitäten und dankt ebenso der Rentenbank für die großzügige Unterstützung des gemeinsamen Projektes. 

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