
Beeindruckt und begeistert, das waren die Attribute die man den Zuhörern bei der Hubertusmesse in der vollbesetzten Horchheimer Heilig-Kreuz-Kirche zuschreiben kann und was sich in langanhaltendem Applaus zeigte.
Erstmals fand diese besondere Messe, zu Ehren des heiligen Hubertus, aus Anlass der 1250-Jahrfeier in Horchheim statt. Es handelt sich dabei um eine instrumental erklingende Messe. Sie wird jährlich zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich um den 3. November, dem Hubertustag, gehalten. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt. Diese Grundhaltung der "Achtung vor dem Geschöpf" ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Die Ursprünge der Hubertusmesse lagen in Frankreich und Belgien, wo sich im Laufe des 19. Jahrhunderts eine spezielle Liturgie entwickelt hat, bei der Parforcehörner mitwirkten.
Bereits vor der Kirche und während des Ein- und Auszugs zeigten die Jagdhornbläser Alzey-Worms ihr Können und spielten entsprechende Lieder, wie der „Jäger aus Kurpfalz“. Die Messe, liturgisch geleitet von Pfarrer Dr. Joachim Springer, der sowohl in den Lesungen, Gebeten und seiner Predigt den Bezug zur Natur und zum heiligen Hubertus nahm, wurde umrahmt von den Parforcebläsern Hubertus Heidelberg und dem Jägerchor Saulheim.
Dabei übernahmen in beeindruckender Weise die Parforcehörner die musikalischen Teile der Messe, und wie Dr. Springer bemerkte, in einer natürlichen Weise ohne Ventile. Stimmlich gewaltig wusste der Jägerchor von der Orgelempore zu überzeugen, und gab dem Gottesdienst einen würdigen Rahmen.
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