OBERLIGA: TSG Pfeddersheim verliert in Pirmasens mit 0:4
Zu schnell aufgegeben
Torhüter Sören Pätzold stemmte sich als einziger gegen die Niederlage in Pirmasens. Er verhinderte ein Debakel für sein Team. Archivfoto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Rückstand auf das rettende Ufer ist jetzt auf zehn Punkte angewachsen. Woche für Woche möchte das Team auf dem Platz zeigen, dass sie in die Oberliga gehören, doch Woche für Woche bekommen die Spieler ihre Performance nicht auf den Platz.
Anspruch und Wirklichkeit liegen bei der TSG weit auseinander. Vor allem auswärts bringen sie nichts auf die Beine. An dreizehn Spieltagen konnten nur ganze vier Punkte gesammelt werden. Dies ist absolut nicht oberligatauglich.
In Pirmasens war jetzt im Vorfeld nicht viel zu erwarten. Die Gastgeber waren der große Favorit in dieser Partie. Es war aber das Auftreten, der fehlende Wille, vor allem in der zweiten Hälfte, was Trainer Mario Cuc nicht gefallen hat. „Wir wollten ein Pokalspiel daraus machen, gallig sein, den Gegner entnerven.“ Mit einer guten Vorstellung Selbstvertrauen sammeln für die kommenden Aufgaben, das war die Prämisse vor dem Spiel. Das wurde beim FK Pirmasens nicht erreicht. Bei der klaren 4:0 (2:0)-Niederlage waren sie vom Ergebnis noch gut bedient.
„Es hätten noch einige Gegentore mehr sein können“, sagt Trainer Mario Cuc. In der ersten Hälfte stemmte sich die TSG dem Gegner noch entgegen. Auch nach der frühen Führung für Pirmasens durch Yannick Grieß nach fünfzehn Minuten war die TSG noch in der Partie. Auf beiden Seiten entstanden kaum Torgelegenheiten. Die Teams neutralisierten sich gegenseitig. Die Offensivabteilung fand aber kaum statt.
Ideenloses TSG-Spiel
Wie schon durch die ganze Saison gezogen, fehlten die Ideen und wenn es eine brenzlige Szene hätten geben können, wurde wieder einmal eine falsche Entscheidung getroffen.
Mario Cuc: „Es fehlte einfach der Mut, eine Stufe höher zu schalten“. Mit den Gedanken bereits in der Kabine war seine Mannschaft beim zweiten Tor kurz vor der Pause. Beim kollegialen Defensivversagen wurde es den Gastgebern viel zu leicht gemacht, das Ergebnis zu erhöhen. Ohne ein Zweikampfverhalten traf Daniel Bohl zum 2:0.
Erloschene Gegenwehr
Der Knackpunkt im Spiel war für den Trainer das 3:0 durch Tobias Jänicke kurz nach der Pause. Einen Eckball der TSG nutzte Pirmasens gnadenlos durch einen Konter mustergültigen Konter aus. Die Absicherung hatte total gefehlt. Marcel Oehler war auf sich alleine gestellt. Verliert das Laufduell gegen Tim Hecker und seine Hereingabe schiebt locker und lässig Jänicke ein. Die Köpfe gingen herunter, die Gegenwehr war erloschen. Es hatte den Anschein, die TSG ergibt sich widerstandslos ihrem Schicksal.
Torhüter Sören Pätzold war es zu verdanken, dass das Ergebnis noch im Rahmen geblieben ist. Den letzten Treffer durch Marc Erhard konnte er auch nicht verhindern. Es sind noch vierzehn Spiele zu absolvieren.
Nächstes Spiel gegen starken Gegner
Am Samstag kommt der formstarke SV Auersmacher um 15.30 Uhr in das Uwe-Becker-Stadion. Die waren in den letzten sieben Spielen sechs Mal erfolgreich und haben mittlerweile Tuchfühlung zur Spitzengruppe. Für das Team gibt es keine Ausreden mehr. In ihrer Lage muss das Maximium erreicht werden. Jeder Einzelne muss an seine Leistungsgrenze gehen und sie müssen als Mannschaft funktionieren.
Aufgeben ist keine Option. Das Unmögliche kann immer noch möglich gemacht werden. Das Team muss den Willen bringen. Parolen nutzen einem nicht viel. Sie müssen die Antwort auf den Platz zeigen, ob sie mit der TSG auch nächste Saison Oberliga spielen wollen.