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  • Fr., 29. September 2017, 15:33 Uhr
    Im Gespräch mit Werner Brix / Wiener gastiert am 13. Oktober um 20 Uhr im LincolnTheater / NK verlost 3 x 2 Karten

    Zuckerl … Best of Brix

    Am Freitag, dem 13. Oktober, wird Werner Brix sein Wormser Publikum um 20 Uhr im LincolnTheater in euphorische Stimmung versetzen. Foto: www.brix.at

    Von Vera Beiersdörfer | Als freiberuflicher Schauspieler  und Regisseur begann in den 80er-Jahren die Karriere des gelernten Nachrichtentechnikers Werner Brix. 1995 stand er dann mit seinem ersten Soloprogramm „Lurch“ auf der Kabarettbühne. In mehr als zwanzig Jahren ist da ein reichhaltiges Repertoire zusammengekommen, auf das sich gut zurückgreifen lässt. Und so geht es mit Brix auf eine Reise zurück zu seinen Anfängen. Der 52 Jahre alte Wiener, der bereits das Passauer Scharfrichterbeil und den Salzburger Stier gewonnen hat, wurde am 25. September 2017 auch mit dem Reinheimer Satire Löwen ausgezeichnet.


    Wir haben im Vorfeld zu seiner Nibelungenstadt-Premiere mit Werner Brix gesprochen.


    NK: Wieso gibt es nach 22 Jahren ein „Best of“ und nicht etwa zu Ihrem Silberjubiläum in drei Jahren?
    W.B.: Aus strategischen und energetischen Gründe und wohl auch etwas aus Faulheit. Ich habe derzeit so viel Arbeit, da komme ich zu nichts anderem. Außerdem finde ich die Gesellschaft momentan so verworren, ich wüsste gar nicht, worauf ich mich konzentrieren bzw. einschießen sollte.


    NK: Wie schwer ist Ihnen die Auswahl gefallen?
    W.B.: Zunächst einmal hat es mir riesigen Spaß bereitet, das Archiv zu durchforsten. Die letztendliche Entscheidung ist mir auch gar nicht schwer gefallen. „Zuckerl“ ist ein Potpourri der Nummern, die in der Vergangenheit sehr gut angekommen sind und dazu noch ein paar Gags, die mir persönlich sehr am Herzen liegen.


    NK: Gab es Nummern, die nicht mehr zeitgemäß sind oder gar welche, die es wieder sind?
    W.B.: Das Programm ist im Grunde zeitlos. Bei einem Gag, in dem es um Telefonie geht, musste ich lediglich die Gesprächsgebühren von Schilling in Cent abändern.


    NK: Gibt es einen roten Faden, der sich durch das aktuelle Bühnenprogramm „Zuckerl“ zieht?
    W.B.: „Zuckerl“ ist nicht thematisch aufgestellt, sondern vielmehr ein chronologischer Rückblick auf meine ganz eigenen Bühnenerlebnisse der vergangenen 22 Jahre. Ich spreche von den Schwierigkeiten des Künstlerdaseins während der Anfänge, als ich junger Vater war. Erst einmal klingt das gar nicht lustig, aber die Zeit heilt alle Wunden und zurückschauend kann man über vieles schmunzeln. Dem Mensch wurde die Gabe des Humors geschenkt, ich finde, das ist die schönste Lösung, sich mit vergangenen Problemen auseinanderzusetzen.


    NK: Warum sollte ein deutsches Publikum die Show eines österreichischen Kabarettisten besuchen?
    W.B.: Mein Programm ist ohne regionalen Bezug. Ich mache kein politisches Kabarett, sondern rede über meinen Blick auf das Leben mit einer ordentlichen Portion Wiener Schmäh. Ich denke, Unterhaltung muss Menschen überraschen und auch Erwartetes in erhoffter Form darbieten.


    NK: Sie sind Schauspieler, haben eine eigene Filmproduktionsfirma und engagieren sich sehr stark sozial – wo bleibt Ihnen da Luft?
    W.B.: Gar nicht! Aber das liegt ja an mir, ich könnte weniger machen, aber das möchte ich grade gar nicht. Sozial engagiere ich mich für Hilfe vor Ort in Indien und für Kleinstunternehmer in Österreich, das füllt mich aus. Als TV-Schauspieler würde ich sogar gern noch mehr arbeiten – die Dreharbeiten zu „Spuren des Bösen VII“ mit Heino Ferch und Tobias Moretti haben mir wahnsinnigen Spaß bereitet. Es wäre ein Traum, eine Serienhauptrolle zu ergattern. Und mit meiner Produktionsfirma würde ich gern ein eigenes, neues Format rausbringen. Gemeinsam mit meiner Tochter Marlene (19) möchte ich „Good News“ verbreiten. Die Idee, die dahinter steckt ist, dass in unserer Medienlandschaft meist nur über negative Nachrichten berichtet wird und dies zu einer verzerrten Wahrnehmung der Realität führt. Wir wollen den Menschen ein wenig Angst nehmen und Projekte, Leute, Firmen etc. zeigen, die an Problemlösungen zur Behebung der schlimmen Dinge in dieser Welt arbeiten.


    NK: Waren Sie schon mal in Worms?
    W.B.: Nein, das wird eine Premiere für mich und ich hoffe, dass ich etwas Zeit haben werde, um mir die Stadt anzuschauen.


    Kartenvorverkauf
    Tickets gibt es im Vorverkauf u.a. beim Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, 67547 Worms, sowie bei allen bekannten Ticket Regional-Vorverkaufsstellen.


    Mitmachen und gewinnen
    Wer dabei sein möchte, sollte schleunigst zu einer Postkarte greifen und diese, versehen mit dem Stichwort „Brix“, bis zum 6. Oktober 2017 an den Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, 67547 Worms, senden. Bitte Telefonnummer angeben, da die Gewinner angerufen werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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