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  • So., 26. Mai 2013, 08:46 Uhr

    Zuckerrüben so anwohnerfreundlich wie möglich transportieren

    Beim Besuch des Offsteiner Werkes des Firma Südzucker erfuhren die Mitglieder der SPD Stadtratsfraktion aus welchem Liefergebiet wie viele Tonnen Rüben nach Offstein gefahren werden.


    In Vorbereitung auf die letzte Sitzung des Bauausschusses besuchte eine Delegation der SPD Stadtratsfraktion das Offsteiner Werk der Firma Südzucker. Thema des Arbeitstreffens mit Werkleiter Klaus Schwab und dem stellvertretenden Leiter der Rübenabteilung Michael Adams war die derzeitige und zukünftige Routenführung des Zulieferverkehrs der Zuckerrübenlaster nach Offstein.

    In der vergangenen Saison wurden rund 350.000 Tonnen Zuckerrüben durch Worms transportiert. Das seien etwa 25 Prozent der gesamten Liefermenge des Werks in Offstein. Die Wege des restlichen Anlieferverkehrs führen alle über die Autobahn direkt nach Offstein. Neben den Lieferungen aus dem Nahbereich, die einen vergleichsweise geringen Anteil ausmachen, führt insbesondere die Route der Transporte aus dem rechtsrheinischen Gebiet durch das Wormser Stadtgebiet.

    In der Hochsaison von Mitte September bis Mitte Dezember nutzen rund acht LKW pro Stunde eine vorgegebene Route durch Worms, das sind rund 350 Lkw-Bewegungen hin und zurück. „Wir möchten versuchen, diese Streckenführung weiter zu optimieren, um den Lärmpegel für die Anwohner, der durch die Transporte verursacht wird, weiter zu senken“, so Heidi Lammeyer, baupolitische Sprecherin der SPD.

    Derzeit führt die Route der LKWs aus Hessen über die Rheinbrücke, B 9 Richtung Bobenheim-Roxheim, Klosterstraße, Cornelius-Heyl-Straße, anschließend wegen der Sperrung der Neusatzbrücke unter der Bahnunterführung Speyerer Straße Richtung Kirschgartenweg und von dort auf die Kolpingstraße zur B 47 neu weiter nach Offstein.

    Wenn die Sanierung der Neusatzbrücke im Spätjahr abgeschlossen ist, würde dieser Verkehr wieder über die frühere Strecke fließen und von dort direkt auf die Kolpingstraße. Diese Variante sieht die SPD Fraktion als die schlechtere an, da hier deutlich mehr Anwohner von den Auswirkungen des Verkehrs betroffen wären, so SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst. Diesen Nachteil sahen auch Klaus Schwab und Michael Adams ein und versicherten, die derzeitige Route beizubehalten.

    Horst und Lammeyer sahen es aber als dringend erforderlich an, über Alternativrouten nachzudenken, die auch für den Schwerverkehr ausgelegt sind. Dazu gebe es auch Vorschläge seitens der Stadt Worms. SPD Fraktionsvorsitzender Timo Horst schlug vor, dass die LKWs beispielsweise von der Rheinbrücke kommend über die B9 Richtung Norden durch das Industriegebiet auf den Autobahnzubringer Worms-Nord geleitet und dann über die Autobahn nach Offstein geführt werden. Dies sei aber erst möglich, wenn der vierspurige Ausbau abgeschlossen ist. „So wären praktisch keine Anwohner mehr betroffen und der Verkehr würde komplett durch das Industriegebiet laufen.“, regte Horst die intensive Prüfung dieses Vorschlags an. Die Vertreter von Südzucker sagten zu, diese Möglichkeit auch im Hinblick auf finanzielle Auswirkungen zu prüfen.

    Einen Wunsch, der von allen Seiten als Optimallösung bezeichnet wurde, nannte Horst ebenfalls: „Bei einer Fertigstellung des äußeren Rings mit dem Lückenschluss der B 47 und der Routenführung über diese Strecke wären alle zufrieden. Deshalb brauchen wir diese Verbindung, um Worms weiter vom motorisierten Verkehr zu entlasten.“

     

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