Mi., 19. August 2020, 11:05 Uhr
WORMS: Arbeitskreis berät über weitere Gebäudenutzung
Zukunft des Kaufhof-Areals
Was wird aus dem Kaufhof-Gebäude, wenn das Kaufhaus im Oktober endgültig seine Türen schließt? Bereits jetzt sind einige Ideen für eine künftige Nutzung im Umlauf – darüber beraten werden zwei Arbeitsgruppen, die Oberbürgermeister Adolf Kessel ins Leben gerufen hat. Kürzlich tagte die „große“ Runde, bestehend aus Vertretern des Einzelhandels, des Stadtmarketing-Vereins, der Stadtratsfraktionen und der Verwaltung erstmals im Rathaus. Aus dieser großen Gruppe heraus hat sich inzwischen ein kleinerer Arbeitskreis gebildet, der sich in dieser Woche zum ersten Mal traf. Auf der Agenda standen insbesondere die Planung des für September avisierten Workshops und die weiteren Schritte in den nächsten Wochen.
Kernteam kam zusammen
Der Arbeitskreis – auch als das „Kernteam“ bezeichnet - setzt sich zusammen aus Vertretern der Eigentümer-Gesellschaft ehret+klein, dem Stadtmarketing-Verein, dem Einzelhandel, der IHK, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Worms und der Verwaltung. Moderiert wird der Kreis vom Stadtmarketing-Vorsitzenden Helmut Emler.
An der ersten Sitzung nahm zudem OB Kessel teil. „Wir hatten einen sehr konstruktiven ersten Austausch, bei dem auch der Eigentümer der Immobilie nochmals deutlich gemacht hat, dass er alle Ideen unterstützt, die wirtschaftlich darstellbar sind“, berichtet der Stadtchef. Eine enge Beteiligung des Eigentümers bei sämtlichen Überlegungen ist dem OB ein besonders wichtiges Anliegen: „Wir wollen am Ende ein gelungenes Konzept präsentieren können, dass von ehret+klein vollumfänglich mitgetragen wird“, so Adolf Kessel.
Lücke im Herzen der Innenstadt
Daneben spielt auch der öffentliche Diskurs eine große Rolle, schließlich geht es um einen nicht unwesentlichen Teil der Innenstadt. Die Lücke, die der Kaufhof im Herzen der Stadt hinterlassen wird, soll so schnell wie möglich wieder geschlossen werden – mit einem Angebot, dass der Stadt und ihren Bürgern gleichermaßen zugute kommt. Eine fortwährende Beteiligung der Politik ist deshalb ein weiterer, wesentlicher Bestandteil der Arbeit. „Wir sind uns bewusst, dass die Erwartungen an einen derart zentralen Standort hoch sind“, betont der OB.
Bei dem großen Workshop im September sollen deshalb Ideen gesammelt und diskutiert werden. Im Anschluss wird sich das Kernteam wieder zusammenfinden, um die Vorschläge auf ihre Machbarkeit hin zu überprüfen. Klar ist bereits jetzt: Der Fachkreis hat sich einen engen Zeitplan gesteckt, ein langer Leerstand der Immobilie soll vermieden werden.