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  • Mi., 31. Mai 2017, 08:46 Uhr
    Auftaktveranstaltung des neuen städtischen Bildungsbüros / Projekte auf Wormser Gegebenheiten und Bedürfnisse anpassen

    Zukunftschancen für Worms ausgelotet

    Mit einer großen Auftaktveranstaltung im DRK-Berufsbildungswerk ist das neue Bildungsbüro der Stadt Worms nun auch offiziell eröffnet worden.

    Das Bildungsbüro mit Katja-Meyer Höra mit dem Schwerpunkt Neuzuwanderung und Migration sowie Bildungsmanagerin Sladjana Möller mit den Schwerpunkten digitale Bildung und Elternumfrage zur Schulkind-Betreuung am Nachmittag hat bereits vor einiger Zeit seine Arbeit aufgenommen. Bei der Auftaktveranstaltung sollten nun Zukunftschancen für Worms ausgelotet und Entwicklungsbereiche identifiziert werden.

    Das Wormser Bildungsbüro ist in der Landschaft der vielfältig gestalteten kommunalen Anstrengungen zum Thema Bildung nicht alltäglich. Die bundesgeförderte Projektstelle für Neuzuwanderung und Migration sowie die kommunal finanzierte Bildungsmanagerin und streben eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz an, das für sämtliche Bildungsprozesse der Regelschule verantwortlich zeichnet. „Auf diesen Wormser Weg können wir heute bereits stolz sein, weil es uns sehr wichtig ist, nicht andere Projekte kritiklos zu übernehmen, sondern sie auf die besonderen Gegebenheiten und Bedürfnisse der Wormser Bürger und Neubürger anzupassen“, betont Bildungs- und Sozialdezernent Waldemar Herder. Gute Zukunftschancen für alle Wormser Bürger zu ermöglichen, könne nur durch Bildungsteilhabe und gerechte Bildungschancen gelingen.

    Gesamte Bildungskette betrachten
    Die gesamte Bildungskette zu betrachten ist eine unabdingbare Vorbedingung für gute Bildungschancen. Kindertagesstätten, Schulen, die berufliche Bildung sowie die Hochschule und Weiterbildung müssen aus Sicht der Verwaltung so aufeinander abgestimmt sein, dass sich für die jungen Menschen viele verschiedene Wege und möglichst keine „Sackgassen“ oder weißen Felder auftun.

    In dem Geflecht verschiedenster Bildungswege sinnvolle Wege aufzuzeigen, Netzwerke zu schaffen und zu nutzen und neue Lösungen einzufordern, ist eine der zentralen Aufgaben des Bildungsbüros, das die Lernbedürfnisse und den Bildungserfolg des einzelnen Menschen in den Vordergrund stellt.

    Mit der Transferagentur hat sich die Stadt Hilfe und Unterstützung für das Bildungsbüro geholt. In einem Workshop haben die Akteure bereits im Jahr 2015 gemeinsam drei Handlungsleitziele für das Bildungsmanagement definiert: Um eine möglichst verzahnte Präventions- und Bildungskette im gesamten Lebenslauf zu erreichen, soll zum einen die Angebotspräferenz verbessert werden. Des Weiteren soll eine Unterstützungsstruktur für bessere Bildungszugänge und -erfolge bei Zugewanderten und Menschen in besonderen Risikolagen aufgebaut werden.

    Ziel ist es, ein Bildungsmanagement innerhalb der Stadt strukturell zu verankern. Dazu gehört auch, die Schulen und damit das Land Rheinland-Pfalz zukünftig stärker in die Steuerung der Bildungsarbeit der Kommune einzubeziehen. „Lebenslanges Lernen nehmen wir uns auch in der Verwaltung als Motto. Wir lernen an unseren eigenen Erfahrungen und Prozessen, aber wir schauen auch gern bei anderen ab und lassen uns durch Vorbilder bei der Wahl von Projekten und Aktivitäten inspirieren“, erklärt Bildungsdezernent Herder. Anders als in der Schule, sei hier abgucken und nachmachen erlaubt.

    Gute Zukunftschancen für alle Wormser Bürger zu ermöglichen, könne nur durch Bildungsteilhabe und gerechte Bildungschancen gelingen, betonte Bildungs- und Sozialdezernent Waldemar Herder bei der Auftaktveranstaltung (vorne links).

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