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  • Mo., 20. Mai 2024, 12:57 Uhr
    FUSSBALL-OBERLIGA: Pfeddersheim leistet keinen Widerstand im letzten Heimspiel der Saison

    Zum Abschied ein Desaster für die TSG

    Sie zu ersetzen, nicht nur auf dem Platz, ist fast eine Unmöglichkeit. Man wird sie vermissen; von links: Sebastian Kaster, Patrick Stoffleth und Matthias Tillschneider. Foto: Asina Kislasi


    Von Marcus Diehl › Von der TSG Pfeddersheim kamen in dieser Saison in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar schon so einige unschöne Resultate zustande. Der bereits seit Wochen feststehende Abstieg wurde mit solch einer Leistung noch einmal untermauert.

    Am vorletzten Spieltage schaffte es das Team noch einen draufzusetzen. Gegen den FC Cosmos Koblenz gab es eine 0:8 (0:3) Heimniederlage. Die höchste Niederlage in der Oberliga und das noch Zuhause. Verabschiedet sich eine Mannschaft in solch einer Art und Weise von ihrem Publikum? Sicherlich nicht.

    TSG-Zuschauer mit Galgenhumor

    Bei den eisernen Fans wurde diese Schmach schon mit hämischem Humor angenommen. Es sollte ein würdiger Abschied für die drei Säulen in der Mannschaft werden. Drei Spieler, die in den vergangenen Jahren das Gesicht der TSG Pfeddersheim bildeten. Torhüter Patrick Stoffleth, ein wichtiges Bindeglied im Team, auch wenn er seinen Stammplatz im Kasten verloren hatte, Matthias Tillschneider und Sebastian Kaster.

    Zwei schnelle Gegentore

    Wenn ihre Mitspieler auf dem Platz für einen würdigen Abschluss sorgen wollten, ist dieser Vorsatz voll in die Hosen gegangen. Nach zehn Minuten war alles vorbei. Zwei schnelle Tore, die an Einfachheit und Laienhaftigkeit nicht zu überbieten gewesen sein dürften.

    Halbzeitpfiff kam zu spät

    Der sportliche Leiter, Manuel Wöllner: „Wir rennen nach vorne und hinten gehen die Bälle ins Netz, das kann man nicht beschreiben.“ Danach raufte sich das Team etwas zusammen und konnte das Spiel einigermaßen besser gestalten. Bis kurz vor der Pause das 0:3 gefallen ist, ein weiterer Schlag auf die Psyche der TSG.

    Kaster verschießt Elfmeter

    Die zwanzigste Minute war für die TSG-Fans sehr bedrückend. Nach einem Foul an Reda Chkifa bekam die TSG einen Elfmeter zugesprochen. Die Möglichkeit für Sebastian Kaster sich mit einem Tor von den Fans zu verabschieden. Doch er verschießt, der Torhüter hatte was dagegen und hält das Ding. Jeder hätte es Sebastian gegönnt.

    Rote Karte für Graciotti

    In der zweiten Hälfte ergab sich die Mannschaft ihrem Schicksal. Sie haben sich völlig aufgegeben. Nach dem 0:4 in der 53. Minuten war das Spiel vorbei. Luca Graciotti bekam zwischendurch, nach einer kleinen Diskussion mit einem Mitspieler, die Rote Karte gezeigt. Der Schiedsrichter hatte eine Aussage falsch verstanden. Passte aber symbolisch zu diesem Spiel und zu der Saison von Luca.

    Torhüter leistete noch Widerstand

    Der einzige auf dem Platz, der sich einigermaßen dagegen stellte, war Torhüter Patrick Stoffleth. Er verhinderte mit einigen Paraden, dass das Ergebnis nicht zweistellig wurde. Darunter mit einem gehaltenen Elfmeter.

    „Völlige Aufgabe von der Mannschaft. Es tut mir in der Seele weh, für Patrick, Sebastian und Matthias. So ein letztes Heimspiel haben sie nicht verdient“, sprach Manuel Wöllner der Partie.

    Vor dem Anpfiff wurde es schon sehr emotional auf dem Platz. Vor allem bei Matthias Tillschneider und Sebastian Kaster. Sie verbrachten fast ihre ganze aktive Laufbahn bei der TSG. Sie standen für Herzblut, Einsatz und Wille für ihre Mannschaft und für ihren Verein. Zwei Spieler, die in der heutigen Zeit nicht so oft mehr vorkommen. Für beide war Vereinstreue sehr wichtig, nicht das mögliche Geld, sondern Kameradschaft und Spaß am Fußball, war die Prämisse, in ihrem Fußballerleben.

    Viele Spieler (müssen) gehen

    Die Reihe der Verabschiedungen war recht groß, zahlreiche Spieler verlassen den Verein. Einige wollen nicht mehr, die meisten dürfen nicht mehr das Trikot der TSG Pfeddersheim tragen.

    Letztes Auswärtsspiel gegen Quierschied

    Nächste Woche am Dienstag geht es noch einmal nach Quierschied. Es drohen der vorletzte Tabellenplatz und das „Hundertste“ Gegentor in dieser Saison. Vielleicht schaffen sie aber ein kleines Wunder und bringen einmal drei Punkte aus der Fremde mit nach Hause. Es wäre immerhin erst das zweite Mal in der Spielzeit 2023-24.
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